Verwirrung des Seins

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Verwirrung des Seins

Von Marcus
Übersetzung©: :andreas.

 

Hallo, ich heiße Marcus

In der letzten Folge habe ich gesagt, daß ich ein ganz gewöhnlicher Mensch bin. Ich würde mich dem Mittelstand zuordnen und es geht mir gut. Im Grunde genommen gehöre ich zum Durchschnitt. Nun, ich weiß, daß ich etwas besser aussehe als der Durchschnitt, aber ansonsten bin ich einfach total durchschnittlich. Ich bin ein gewöhnlicher Typ, ein Bürgerlicher und nicht etwa von Adel.

Heute denke ich, daß ich sonderbar bin. Andere Menschen denken, daß ich sonderbar bin. Aber damals war ich nichts Besonderes. Meine Mutter meint, daß ich etwas Besonderes sei, aber das ist meine Mutter. Auch möchte ich meinen, daß mich meine Frau für etwas Besonderes hält, aber ich weiß, daß sie mich allein wegen unseres Ehevertrags mögen muß.

Vor ein paar Jahren war ich dieser ganz normale Kerl, der, wie Sie alle, nach gewöhnlichem Wohlstand gestrebt hat. Mein Geschäft bestand darin Falken, Habichte, Adler Eulen und Geier zu züchten und diese an Menschen auf der ganzen Welt zu verkaufen. Es war ein ein landwirtschaftlicher Zuchtbetrieb, aber in meinem Fall denken die Leute hierbei eher an Wildtierzucht anstatt an Haustierzucht.

Eines Tages dann sind…vom Gesetzgeber…neue Gesetze verabschiedet worden, und nun benötigte ich eine Lizenz, um meine Vögel zu behalten. Nun, da ich strohdumm bin, habe ich darauf reagiert, wie ich es gewohnt war. ‚Hey, das ist nicht in Ordnung. Hiergegen werde ich protestieren.‘ Wie kann meine Regierung im Öffentlichen Recht ein Gesetz bezüglich meines Privateigentums verabschieden? Heute allerdings kann ich klar denken und sehe die Dinge anders. Heute denke ich nach, bevor ich reagiere. Aber ich muß die Geschichte so erzählen, wie sie sich damals ereignet hat..

Ich dachte also, daß die Vögel mein Privateigentum wären. Wissen Sie, ich habe hart dafür gearbeitet. Ich habe meinen Teil zur Gesellschaft beigetragen. Ich habe meine Steuern bezahlt. Ich habe die Kosten getragen und was übrig blieb war der Lohn für meine Arbeit, mein verfügbares Einkommen, mit dem ich machen kann, was ich will und wie es mir gefällt. Und anstatt mir einen Fernseher oder ein Schneemobil zu leisten, oder was auch immer die Leute sich von ihrem Geld kaufen, habe ich mir Falken und Habichte gekauft. Ich würde niemals Vögel ihrer Wildnis berauben. Es gab keinen Ertrag. Die Vögel in der freien Wildbahn gehören zu den öffentlichen Ressourcen und damit hier in Kanada der so genannten „Krone“. Es gibt Regeln für ihren Konsum oder ihre Verwendung, wofür Gebühren fällig werden, die ich mir niemals leisten könnte. Selbst Vögel mit einem gebrochenen Flügel oder kranke und verletzte Tiere werden eher getötet, als daß ich sie haben könnte. Ich hätte mit ihnen eine Zucht aufbauen oder sie anderweitig sinnvoll verwenden können, aber nein, daß darf ich nicht. Also ging ich hin und kaufte mir meine eigenen Vögel. Meine Vögel sind also kein öffentliches Eigentum, weil sie nicht aus der Wildnis stammen.

Dann änderte sich das Gesetz und ich las, daß meine Vögel von nun an den selben Stellenwert hatten wie ihre Artgenossen aus der Wildnis. Mein Rotschwanzbussard, meine Schneeule, mein Weißkopfseeadler….das Gesetz machte keinen Unterschied zwischen meinen Vögeln und ihren wilden Artgenossen. Heute ist es also gesetzwidrig einen dieser Vögel zu halten. Gestern war es noch legal. Heute ist es illegal. Das Gesetz sagt: „Ohne eine behördliche Lizenz, darf niemand einen dieser Raubvögel in Gefangenschaft halten.“ So muß ich nun also eine Genehmigung beantragen, um das zu behalten, von dem ich dachte, es sei mein Eigentum. Das ist das Gesetz.

Nun können Sie eine solche Lizenz jedoch nicht einfach erhalten. Man kann nicht einfach sagen: „Ich hätte gerne eine Lizenz, um zu behalten. was mir gehört‘. Nein, nein, man muß darum betteln. Man muß betteln. Sie müssen darum bitten. Und nicht nur das, man muß auch noch eine Gebühr dafür bezahlen. Also, wenn ich die Früchte meiner jahrelangen aufopfernden Arbeit behalten will, muß ich betteln, um sie zu behalten. Ich muß eine Gebühr bezahlen, um sie zu behalten. Vielleicht wird es genehmigt, vielleicht aber auch nicht. Wenn ich die Lizenz nicht bekomme, verliere ich alles. Ich schätze, der Besitzer kommt und nimmt sie sich. Ich bin mir bis heute nicht sicher, wie das funktioniert.

Sie sehen also, daß, was gestern noch ein Anrecht was, heute zum Privileg geworden ist. Man hat kein Recht mehr Raubvögel zu halten. Wenn ich Ihnen erkläre was eine Lizenz ist, werden Sie verstehen. Das wird im in einer der nächsten Folgen geschehen.

Jetzt, wo es sich um eine lizenzierte Tätigkeit handelt, benötige ich eine Erlaubnis, um zu tun, was illegal ist. Jetzt herrscht öffentliches Interesse an meinem Handeln und an dem, was mir gehört. Jeder kann sich über meine beruflichen Aktivitäten beschweren und mein Raubvogelpark war für die Öffentlichkeit zugänglich und ich bot Vorführungen usw. an. Jetzt kann also kann jeder, der nichts über Vögel weiß, daherkommen und sich beschweren. Sie haben ein Interesse an meinen Vögeln und an meiner Anlage. Und dann fängt es an Beschwerden zu hageln. Sobald sich genügend Beschwerden angesammelt haben, begründet oder unbegründet, „verlängern wir Ihre Lizenz nicht mehr“. So wird es gemacht.

Schauen Sie, wenn Sie eine wunderschöne Anlage besitzen und Millionen und Abermillionen in die angemessene Pflege ihrer Tiere gesteckt haben, oder was die Menschen für angemessene Pflege halten, sind die Tiere gesund. Wenn Ihre Anlage jedoch nicht so hübsch ist (ich sage nicht, daß meine Anlage nicht gut aussieht, aber die Leute können sich über alles Mögliche beschweren), dann denken sie, Ihre Tiere sind nicht gesund. Jedoch hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. Es ist nur die öffentliche Wahrnehmung.

Auf diesem Weg werden Sie bis zum Tod stranguliert. So werden Wirtschaftsbetriebe heruntergefahren. Ein komplettes Verbot auszusprechen und all Ihr Eigentum zu konfiszieren, wäre zu offensichtlich. Die Leute würden das irgendwann merken. Also muß es langsam und schrittweise geschehen, daß es normal erscheint. Übrigens, über die Verwendung meiner Steuerbeiträge, mit denen ich zum Funktionieren der Gesellschaft beigetragen habe, nun, darüber entscheidet die Allgemeinheit. Und die würde dieses Geld für irgendeinen guten und redlichen Zweck oder eine Organisation verwenden, wie z.B. für die Erforschung des Grundes für die weiße Farbe der Eisbären oder für den Namen der Rotkopfspechte, und irgend jemand wird seine Doktorarbeit darüber schreiben und einen Doktortitel erhalten. So wird das gemacht.

Also wird mein privates Eigentum ab jetzt von der Öffentlichkeit reguliert, jedoch kommt die Öffentlichkeit nicht vorbei und füttert oder pflegt meine Vögel. Dennoch hat sie ein Mitspracherecht an allem. Wenn irgend einem Komitee, irgendeiner Stadt oder irgendeiner Behörde nicht gefällt, was Sie tun, erhalten Sie Vorschriften darüber, wie es zu tun ist. Wenn ich Verluste habe, ist es nicht deren Verlust, dennoch haben sie ein Mitspracherecht bei all dem. Also, wenn ich diese Vögel nicht halten kann, ohne um Erlaubnis zu fragen, und mich nicht so um sie kümmern darf, wie es mir gefällt, dann gehören sie wohl nicht mir, oder?

Und in der Tat bin ich immer noch verwirrt. Ich weiß nicht, wie all das funktioniert. Trotzdem wird uns erzählt, daß man nach 48 kleinen Ratenzahlungen ein Haus besitzt und sein Auto auf der Stelle sein eigen nennen darf. Zu dieser Zeit habe ich es noch nicht gewußt, aber das sind verdammte Lügen. Und dennoch glauben wir es.

Nun, ich denke, daß dies nicht richtig ist. Es ist falsch. Weiß der Himmel, warum es legal ist. Also ich habe nach diesen Regeln gespielt, und nun wurden die Regeln geändert. Nach über 30 Jahren Spielzeit haben sich einfach die Regeln geändert. Das ist Betrug. Man kann doch nicht nach der Hälfte des Spiels die Regeln ändern. Das ist nicht fair ist unfair. Denken Sie mal darüber nach. Sie nehmen all diese Arbeit auf sich, die auf einmal sinnlos wird, weil die Regeln sich geändert haben. Wie würden Sie sich fühlen? Was würden Sie tun? Man sieht das jeden Tag in der Gesellschaft, und die Leute schauen sich das an und sagen: „Das ist ja furchtbar, er hat alles verloren und seine Karriere ist vorbei. Was soll er denn nun tun, und wovon soll er überleben“, doch niemand erkennt, was das eigentliche Problem ist.

Sie würden annehmen ich sei ein Schwindler. Ich nehme an Sie selbst würden das Spiel immer aufs neue beginnen, doch dieses Mal wissen sie um ein Geheimnis. Ich bin nicht verwirrt. Dieses Mal würde ich mich nicht betrügen lassen. Diesmal habe ich mich auf Euch vorbereitet. Aber wie wollen Sie das Spiel aufs neue beginnen … Und genau hier liegt die Lösung.

Aber zurück zur Geschichte. Niemand kann mir helfen. Was also tun? Ich kann betteln oder mich weigern zu zahlen. Mein Anwalt kann mir nicht helfen. Das Gericht kann mir nicht helfen. Mein Parlamentsabgeordneter, mein Pfarrer, der Premierminister die Königin, der Papst und meine Mutter … niemand kann mir helfen.

Eines Tages gehe ich zu meinem Anwalt und der sagt zu mir: „Nun, es ist Gesetz. Alles was Du tun kannst, ist zu versuchen die Regierung zu beeinflussen. Geh hin und bettle dort, schließlich bist Du ein registrierter Bettler, oder etwa nicht?“ Er hat es nicht mit genau diesen Worten gesagt, aber das ist, was er meinte. Er sieht, daß ich Anwalt spielen möchte. Ich versuche das Gesetz zu verstehen. Ich weiß genauso wenig über Recht, wie alle anderen auch. Ich weiß nicht mal, warum manche Leute etwas zustimmen, das sie nicht verstehen. Also gibt er mir ein Buch über Eigentumsrecht. Hier, Du armer kleiner Vollidiot, geh heim und lies das und laß mich sehen, was ich für Dich tun kann.

Also lese ich, und tatsächlich ist das alles Kauderwelsch für mich, und so gehe ich ein oder zwei Tage später wieder zu ihm, und während ich vor seinem Büro warte, spricht mich ein leitender Anwalt an (er kennt mich, weiß was vor sich geht und sieht wie aufgebracht ich bin) und sagt etwas, daß mich schockiert.

Hier sind seine Worte: „Dir gehört gar nichts, Marcus, in diesem Land gehört Dir nichts.“

Und ich dachte „oh, das wußte ich nicht, und ich frage mich, wer das sonst noch weiß“. Eine Menge Leute denken, daß sie das wissen. Viele Leute werden das womöglich von demselben Anwalt erfahren haben, und sie gehen kopfschüttelnd davon und sagen zu sich: ‚Das verstehe ich nicht, ich besitze nichts‘ und machen einfach weiter wie bisher. Also, ich hätte das niemals herausgefunden. So schlau bin ich nicht.

Sie sehen, daß sie die Täuschung nicht erkennen können. Aus diesem Grund hatte ich zuvor davon gesprochen. Es ist unmöglich sie zu erkennen. Niemand der je getäuscht worden ist hat das zuvor erkannt.

Es war ein Glücksfall. Reines Glück. Wie sollte ich etwas wissen, wenn mir mein ganzes Leben lang das Gegenteil davon erzählt worden ist? Ich bin belogen worden. Das ist Betrug! Sie sehen, daß es nicht so war, daß ich es nicht gewußt habe, es war, daß mir absichtlich das Gegenteil davon erzählt worden ist, absichtlich getäuscht, vorsätzlich. Das ist Täuschung, und Täuschung ist Betrug, und Betrug ist ein Verbrechen.

Nun, seitdem habe ich etwa 50 Leuten erzählt, daß sie kein Eigentum besitzen. Es interessiert niemanden. Jeder hat Spaß daran, Bettler zu sein, oder sie halten an ihrer Eitelkeit fest oder an was auch immer und sagen sich, „juhu, ich weiß daß mir nichts gehört.“ Es beunruhigt niemanden. Es beunruhigt nicht einmal die, denen tatsächlich alles gehört. Damals war mein Wissen noch so gering, und das war nur die Spitze des Eisbergs, weswegen ich den Rest noch gar nicht sehen konnte.

So habe ich begonnen, Briefe an verschiedene Regierungsbehörden zu schreiben, und eines Tages erhalte ich einen Anruf von einem Anwalt aus dem Büro des Generalstaatsanwalts. Das ist der Jurist der Königin, und bei meinem Rückruf diskutieren wir ein wenig und vereinbaren einen Termin für ein Treffen mit diesem Kerl. Hierbei erzählte ich ihm, was dieser leitende Anwalt in der Stadt mir erzählt hat …. daß mir nichts gehört, und ich frage ihn: „stimmt das?“

Er bestätigt das und sagt: „Ja, Ihnen gehört gar nichts.“

Ich sagte: „Meine Socken gehören mir also nicht“; „Nein“; „Meine Turnschuhe“; „Nein“; „Mein Fernseher“; Nein, Ihnen gehört gar nichts. Also besitze ich tatsächlich doch etwas, Was ich besitze ist gar nichts. Das ist was mir gehört. Deshalb frage ich ihn (wir sitzen an einem Tisch in einem kleinen Vorstandszimmer): „Wenn ich nichts besitze, warum sollte ich dann für alles zahlen, was mir nicht gehört? Wie kann ich mich jemals für etwas verschuldet haben. Er saß da, sah mich an und schwieg. Es vergingen gut 30 Sekunden. Er schwieg immer noch und wartete. Er wußte nicht, wie er diese Frage beantworten sollte. Dieser kleine ‚Meister der Verwirrung‘ wußte nicht, wie er diese Frage beantworten sollte. Schließlich kam nach einer langen Pause das aus seinem Mund.

Er sagte: „Hätten Sie niemals eine Geburtsurkunde beantragt, würde Ihnen Ihr Eigentum noch gehören.“

Was soll das bedeuten? Ich habe keine Ahnung. Was geschieht also mit Ihnen, wenn Sie eine Geburtsurkunde beantragen? Es macht sie zum Verlierer. Laut ihm, zum Verlierer Ihres Eigentums. Nachdem, was ich jetzt weiß, stimmt das beinahe, wenn auch nicht ganz. Aber noch einmal: Er wußte die Frage nicht zu beantworten. Also hat es mich über ein Jahr gekostet, nur um zu lernen, daß man den Dingen auf den Grund gehen muß, um sie zu verstehen. An ihren Anfang, die Quelle, den Grund für die Wirkung, den Ursprung. Das klingt wirklich simpel, aber niemand tut es.

Also, das Wort „Autor“ bedeutet: „Jemand, der etwas produziert, erschafft oder ins Dasein bringt; der Erste, der Gestalter oder Antrieb von irgend etwas; der ursprüngliche Grund einer Sache.“

Irgendwo muß ich etwas autorisiert haben, um etwas zu beginnen. Also beginne ich dort, wo sämtliche Informationen über Verwaltungsangelegenheiten ihren Anfang nehmen. Sie beginnen mit meiner Geburt und der Geburtsanzeige. Meine Eltern haben eine Geburtsanzeige ausgefüllt. Ich werde Ihnen noch zeigen, wie diese aussieht. Sie werden Ihre Geburtsanzeige niemals erhalten. Sie ist in deren Besitz. Sie werden sie Ihnen nicht aushändigen. Jedoch werden sie Ihnen eine Urkunde über die Geburtsanzeige geben. Viele Menschen denken beim Betrachten der Geburtsurkunde, daß es sich um die Geburtsanzeige handelt, aber handelt sich um ein photokopiertes Exemplar der Geburtsanzeige. Genauer gesagt wird die Geburtsanzeige hiermit beurkundet.

Also bin ich mit meiner gewöhnlichen Geburtsurkunde zum Standesamt gegangen und gefragt, ob ich eine Kopie von der Geburtsanzeige sehen könnte. Sie warfen einen Blick auf meine Geburtsurkunde und meinen Namen und holten eine Kopie. Der junge Kerl lehnte sich über den Tisch, hielt sie an den beiden oberen Ecken fest und sagte: „Hier, schauen Sie.“ Ich nahm sie also an der Unterseite, aber er stand da und ließ sie nicht los. ‚Das ist merkwürdig‘, dachte ich.‘ Also fragte ich ihn, ob ich sie selbst festhalten könne und er antwortete, „NEIN“. Er sollte sie nicht loslassen. Auf die Frage, warum er sie nicht loslasse sagte er, daß vor einiger Zeit eine junge Frau eine davon entwendet habe. ‚Na und‘, dachte ich, es ist doch nur eine Geburtsanzeige. Irgend jemand hat ein Verwaltungsformular ausgefüllt. Das war die erste Merkwürdigkeit.

Ich blickte nach links und sah dort vier Polizisten an der Wand gelehnt stehen. Ich war dort im Standesamt, dem Ort an dem man Geburtsurkunden, Sterbeurkunden, Heiratsurkunden erhalten und, wenn man einen entsprechenden Antrag ausfüllt, auch seinen Namen ändern kann. Hier muß ein Verbrechen verübt worden sein, denn warum sollten diese Polizisten sonst dort stehen?

Ich stelle ihm also ein paar Fragen zu meiner Geburtsurkunde und er weiß nicht wirklich Antworten darauf. Er sagt: „Hierzu müssen Sie mit einem Beauftragten sprechen.“ Also sage ich: „Dann würde ich gern mit einem Beauftragten sprechen.“ Ich warte ungefähr eine Stunde und niemand ruft mich auf und schließlich gehe ich den Flur entlang und durch eine weitere unbeschriftete Tür in einen Saal. Dort sieht es aus wie in einer Bank. Es gibt einen großen Vorraum und einen Schalter mit 1,5 Meter hohem Glas und in dem Glas sind kleine runde Löcher, durch die man sprechen kann und Schlitze, durch die man Dinge schieben kann, wie Einzahlungen und Abhebungen und hinter dem Glas arbeiten junge Frauen an Schreibtischen. Da niemand aufsteht, um mit mir zu sprechen, gehe ich zum Ende des Raums und kann links davon einen weiteren Raum sehen. Ich klopfe also leicht an das Glas. Eine Dame kommt aus dem Nebenraum und sie schaut mich an und sagt: „Ja?“ und ich sage: „Ich würde Ihnen gerne ein paar Fragen stellen über meine Geburtsurkunde stellen.

Sie sagt „Oh“ und hält Abstand. Sie kommt nicht einmal bis zum Schalter. Sie sagt: „Handelt es sich um Ihre eigene Geburtsurkunde?“ Und ich sage: „Nun, ich möchte Ihnen nur Fragen zu einer Geburtsurkunde stellen. „Sir, handelt es sich um Ihre eigene Geburtsurkunde?“ Ich sagte: „Ich möchte Ihnen ein paar Fragen zu einer Geburtsurkunde stellen. „Sir, handelt es sich um Ihre eigene Geburtsurkunde?“ Ich sage: „Ja, es geht um meine Geburtsurkunde“. „Also gut, was ist damit?“ Also fange ich an, ihr Fragen zu stellen, über die Nummern, die Registernummer, die Zertifikatsnummer… alles Mögliche darüber und auf der und auf der Vorderseite steht eine Urkundennummer und sie sagt „das ist die Urkundennummer“. Ich drehe es um und da ist eine große, rote Nummer und ich frage: „Was ist das?“ Sie sagt: „Das ist die
Zertifikatsnummer. Also führen wir ein nettes kurzes Gespräch… keine bösen Worte über irgend etwas. Dennoch schien sie schlicht zögerlich zu sein.

 

Ich schaue mir meine Geburtsurkunde an und sehe am unteren Rand die Aufschrift „Kanadische Banknote“ und denke, daß es sich hierbei um eine kanadische Banknote handeln muß. Und was macht man mit einer Banknote? Ich schätze, daß man sie beim Inhaber einlösen kann. Also frage ich sie, ob es sich bei meiner Geburtsurkunde um eine Kanadische Banknote handelt, und sie antworte: „Ja.“ Wow!

Also nehme ich die Geburtsurkunde, schiebe sie durch den Schlitz unterhalb des Glases und sage: „Bitte lösen Sie mir meine Kanadische Banknote ein.“

Hierauf sagt sie „Nun, Sie können ihn einlösen, wenn Sie möchten, aber Geld gibt es nicht dafür.“

Sehen Sie, nachdem ich all das Zeug im Internet gelesen hatte und von all diesen Leuten da draußen, die auch keine Ahnung davon haben, dachte ich ‚Wow, ich habe den Jackpot geknackt. Ich löse einfach meine Geburtsurkunde ein, meine kanadische Banknote. Wenn man dem Zeug glaubt, das man im Internet liest, wird man mit einer Schubkarre voller Goldmünzen oder so herauskommen. Auf diesem Privatkonto liegt das ganze Geld für Sie bereit.

Sie sagt, daß ich die Banknote einlösen könne, jedoch dafür kein Geld erhalte. Gerade als sie das sagt, höre ich plötzlich eine Stimme hinter mir sagen: „Verzeihung Sir, aber ich wurde gebeten Sie aufzufordern jetzt zu gehen.“ Ich drehe mich um und sehe einen Polizisten direkt hinter mir. Ich schaue ihn an und denke, ‚wow‘. Ich sage: „Sie können mich bitten, um was sie wollen“ Dann wende ich mich wieder dem Glas zu, adber die junge Frau war fort. Ich klopfe noch einmal gegen das Glas, und sie kommt zurück. Diesmal habe ich ihr noch einige Fragen eher zugeflüstert und bin dann gegangen. Als ich ging lehnte der Polizist an der Wand, und ich sagte im Vorbeigehen: „Sie wollten mich also hier herauswerfen, weil ich Fragen gestellt habe?“ „Nein, ich wurde aufgefordert, Sie zu bitten zu gehen.“ ‚Was ist hier eigentlich los‘, dachte ich. Hier geht etwas Verrücktes vor sich.

Ich sollte Ihnen erzählen, daß Sie mit dem, worin Sie hier auch immer verwickelt sind, nichts zu tun haben, oder daß sie hier in etwas verwickelt sind, mit dem sie nichts zu tun haben…eine gewaltige Offenbarung!

Wie auch immer, kam ich etwa einen Monat später mit einer beglaubigten Geburtsurkunde, dem einzigen Dokument, das ich bei mir hatte, zurück. Als ich denselben Raum betrat, verschwand ein Polizist, der ein Stück entfernt auf dem Flur stand, rückwärts hinter einer Tür. Ich dachte: ‚wow, habe ich Lepra oder so etwas.‘ Also ging ich wieder zum Schalter, klopfe an die Scheibe, die junge Frau kommt heran und ich stelle ihr ein paar Fragen zu diesem Dokument. Sie weiß keine Antwort und holt eine weitere junge Frau und noch eine weitere zu sich. Ehe ich mich versah, standen dort drei oder vier junge Frauen. Sie gingen nicht an ihre Tische zurück, sondern fragen sich alle: „Warum stellt er diese Fragen?“ Sie alle schienen diesbezüglich irgendwie nervös zu sein.

Also fragte ich: „Dieses Papier hier trägt ein Siegel und vorgedruckte Inhalte, und hier stehen weitere, andersartige Inhalte. Woher stammt das überhaupt?“ Die dienstälteste der jungen Frauen sagte: „Oh, wir bekommen dieses Formular von der Bank of Canada. Wir drucken einfach die Geburtsurkunde darauf und dann stellen wir es aus.“ Ich sagte: „Entschuldigen Sie … Bank of Canada … warum sollte sich die Bank of Canada für meine Geburt interessieren….was haben die mit der Beglaubigung einer Geburtsurkunde zu tun?“ Nun, Sie hätten ihr Gesicht sehen sollen. Wie auch immer, von diesem Moment an war sie nervös bis zum Anschlag. Das Mädchen war kurz davor, sich in die Hose zu machen. So etwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Ich habe noch einige weiteren Fragen gestellt und konnte sehen, daß sie ganz aus dem Häuschen waren, also sagte ich: „OK, vielen Dank“, und, „Würden Sie mir bitte Ihren Namen für meine Unterlagen nennen, damit ich weiß, mit wem ich gesprochen habe?“ Sie sagte: „Nein, nein, nein!“ Ich meine, sie war kurz davor in Tränen auszubrechen. Also, was ist hier eigentlich los? Eine Art Geheimnis? Warum sind die alle so nervös? Ich sage Ihnen, ich fühlte mich wie in einer Verschwörung und das ist eine Regierungsbehörde.

Nun habe ich im Lauf der Jahre eine Menge gelernt und entdeckt, daß sie andererseits nicht erfahren würden. Diesmal nahm ich all meinen Mut zusammen. Ich nahm an, daß es das Beste ist, mich davon zu befreien, wenn mich das alles schon nichts angeht und ich ich mich nicht darum kümmern sollte. Wenn niemand bereit war, meine Fragen bezüglich des tatsächlichen Sinns dieser Dokumente zu beantworten, dann sollte ich sie schnellstmöglich loswerden.

Sehen Sie, man sagt uns, wenn Sie das wollen, müssen Sie dies beantragen, und wenn sie etwas anderes wollen, jenes. Wenn Sie das Land verlassen wollen, benötigen Sie dies, wenn sie Ihr Kleinkind mitnehmen wollen, benötigen Sie das, und wenn Sie Ihren Hund behalten wollen, brauchen Sie das. Es spielt keine Rolle, was Sie tun wollen, wenn Sie es tun wollen müssen Sie es beantragen. Was geht hier eigentlich vor? Ist es eine Art eine von Berechtigung, die ich hiermit erteile, oder eine Einverständniserklärung oder unterzeichne ich einen Vertrag? Ich bin juristisch völlig ungebildet.

Also ging ich zurück in die Stadt, um meinen Anwalt zu sehen und ihm hiervon zu berichten, und in der Tat war er vage wie nie zuvor. Ob er von all dem nichts wußte, kann ich nicht sagen. Er konnte oder wollte nicht antworten oder stellte sich hierbei zumindest äußerst dumm an.

Was habe ich also getan? Ich habe ihm meine Heiratsurkunde, meinen Reisepaß, meine Geburtsurkunde, meinen Führerschein, den Sozialversicherungsausweis, die Krankenkassenkarten, Waffenbesitzkarte, meine Funklizenz, den Jagdschein und all meine anderen Mitgliedskarten gegeben. Ich gab ihm alle, die ich hatte. Er fragte: „Wollen Sie die nicht mehr?“ „Nein, die können Sie behalten. Ich will sie nie mehr zurück.“ Ich sagte: „Ich habe niemals Fragen gestellt, als ich sie erhalten habe, ich habe einfach getan was ich für üblich hielt, für gesunden Menschenverstand. Was für ein Affentheater!“

Ungefähr einen Monat später dachte ich, ‚gut, wenn ich schon kein Eigentum habe, benötige ich auch kein Testament, um mein Eigentum nach meinem Tod zu vererben.2 Es ist ja nicht mein Eigentum. Wozu also ein Testament?‘ Also ging ich wieder zu meinem Anwalt und sagte: „Erinnern Sie sich an dieses Testament, den ich bei Ihnen beurkunden ließ (wie alle Familien dies tun)? Lassen Sie mich es sehen.“ Er brachte mir meine Kopie des Testaments und ich zerriß es vor seinen Augen. Er sagte: „Oh, das sollten Sie nicht tun.“ „Nun“, sagte ich, „Wenn mir doch nichts gehört, benötige ich auch kein Testament. Bringen Sie mir auch Ihr Exemplar davon.“ Er brachte es mir, und ich zerriß es und warf es in den Papierkorb. Nun ist das alles Geschichte. Heute weiß ich, daß das nicht normal ist, aber das war die Zeit in der ich sonderbar wurde. Erinnern Sie sich?

Die nächsten ein oder zwei Jahre habe ich dann mit Lernen und Recherche verbracht, und habe einigen Anwälten viele verschiedene Fragen gestellt, weil sie diese Dinge wußten. Ich achte sehr auf die Worte, die sie verwenden. Und, wie jeder andere, wende auch ich mich an unterschiedliche Gruppen und lerne Dinge im Internet, lese juristische Bücher oder was gerade ansteht …. was immer auch falsch sein mag, das kann nicht richtig sein. All diese Gruppen jedoch und all die Leute, denen all das Unrecht bekannt zu sein scheint, waren genauso verwirrt wie ich und niemand kam zu eindeutigen Ergebnissen. Wozu soll das gut sein?

Ich habe, wie gesagt, also eine Menge weiterer Dinge getan, wußte jedoch zu dieser Zeit, auch wenn es mir erzählt worden ist, immer noch nicht, warum ich keinerlei Eigentum besaß. Daher wußte ich nicht einmal, wonach ich damals suchen sollte. Aber bei meiner Suche hatte ich einige Dinge gelernt, und dieses Wissen über den Ursprung der Geburtsurkunden stammte von Standesämtern und zwar sowohl in Form von Zitaten von deren Beamten als auch aus der Korrespondenz mit ihnen.

Was ich gelernt hatte war, daß die Standesämter keine Menschen, sondern ausschließlich Ereignisse registrieren. Es werden also in Kanada keine Menschen registriert, sondern ausschließlich der Zeitpunkt ihrer Geburt, was, in der Tat, völlig idiotisch ist, weil mit dem Zeitpunkt der Geburt einer Kuh, die Kuh selbst registriert wird. Aber das ist schlicht die Art und Weise, mit der sie behaupten, keine Menschen zu registrieren und sie nicht als Waren oder Handelsgüter zu betrachten.

Eine Geburtsurkunde ist ein wertvolles Merkmal. Merkmal.! Ein Merkmal ist ein Zeichen oder ein Kennzeichen von etwas und nicht die Sache selbst. Ein Merkmal ist eine Fälschung.

Sie ist die Abstraktion der Registrierung einer Geburt. Abstraktion bedeutet, daß es sich nicht um die Realität handelt. Sie ist weder bestimmt noch konkret.

Eine Geburtsurkunde beurkundet nicht die Geburt eines lebendigen Wesens. Wie gefällt Ihnen das?

Moment mal. Was geht hier vor? Ich lebe. Ich habe einen Namen, ein Geburtsdatum und einen Geburtsort. Worum geht es hier eigentlich? Das ist meine Geburtsurkunde, und sie beurkundet nicht die Geburt eines lebendigen Wesens. UNGLAUBLICH! Es entspricht jedoch absolut der Wahrheit. Nun, hierbei handelt es sich um eines der Grundkonzepte, das Ihnen jedoch nur sehr schwer begreiflich sein wird.

Die Rechtsansprüche auf die Geburtsurkunde befinden sich nicht in Privatbesitz. Das bedeutet, daß Sie keine Rechtsansprüche an Ihrer eigenen Geburtsurkunde haben, da es nicht die Ihren sind. Auch wenn sie irgend jemand innehaben muß, sind Sie selbst es nicht.

Die Verwaltung einer Geburtsurkunde unterliegt dem Gesetz zur Bevölkerungsstatistik.

Sie kann als Grundlage für Ausweisdokumente von in Ontario geborenen Staatsbürgern verwendet werden. Wenn sie jedoch nicht auf ein lebendiges Wesen verweist, wie kann es dann ihre Identität sein? Das ist unmöglich.

Sie war nie zum Zweck der persönlichen Identifikation gedacht. Nun, ich weiß, daß Großbritannien direkt darauf verwiesen wird, daß sie nicht als Identitätsausweis gedacht ist.

Das ist verrückt! Ich muß meine Geburtsurkunde verwenden um zu beweisen, wer ich bin. Ich benötige sie, um meine Kinder einschulen lassen zu können. Ich benötige sie, um einen Führerschein oder einen Reisepaß zu erhalten und um zu wählen … für alle möglichen Dinge. ABER SIE VERWEIST NICHT AUF MICH! Das ist vollkommener BLÖDSINN! Was denken Sie jetzt? Meinen Sie immer noch zu wissen, worum es im Leben geht … was hier los ist? Sie denken sich jetzt vermutlich: ‚Ach, hierfür muß es doch einen Grund geben. Das glaube ich nicht.‘ Sicherlich gibt es einen Grund dafür, aber noch kennen Sie ihn nicht. Warum hat mir davon nie jemand erzählt? Wer erzählt Ihnen das gerade? Warum wurde ich nie vollständig über mein Tun aufgeklärt oder habe eine gesicherte Zustimmung erhalten. Dies ist, was alle diese Leute sagen.

Nun, sie sind vollständig informiert worden, nur wußten sie nicht wo das geschah oder haben dieses Wissen, wenn sie es hatten, nicht beachtet. Hierzu werden wir später kommen.

Nun sollten Sie sich nach den Konsequenzen dieser Umstände fragen. Denken Sie daran, daß Ereignisse aufgezeichnet werden. Vielleicht stammt das Prädikat der Unzurechnungsfähigkeit für Verrückte daher.

Dann, kurze Zeit später, sah ich in einer großen Tageszeitung eine Werbung des Ministeriums für Verwaltungsangelegenheiten in Ontario für dessen Geburtsurkunden. Kaufen Sie sich eine. Werden Sie einer von uns.

(Werbung in der Toronto Sun für Geburtsurkunden ohne Aufwand)

Dort steht „Geburtsurkunden ohne den lästigen Aufwand“. Ich mir sicher, daß alle „Meister der Verwirrung“ an diesem Morgen, die das beim Frühstück gelesen haben, sich vor Lachen kaum halten konnten. Wenn sie sich klar machen, was das letztlich bedeutet, ist es überhaupt nicht lustig. Es ist krank!

Sie sehen, daß zur Geburt dieses Wesens kein Aufwand nötig war. Ihre Geburtsurkunde ist die Geburt eines Wesens, aber Arbeit war bei dieser Geburt nicht involviert, nicht wie bei Ihrer tatsächlichen Geburt. In diesem Fall wird die Arbeit nach der Geburt verrichtet. Erinnern Sie sich daran, daß ich Ihnen sagte, daß der Schwindel ohne Sie selbst nicht stattfinden kann. Er hätte keinerlei Wert.

Auch habe ich gelernt, daß bei der Verwendung der Geburtsurkunde als Ausweisdokument nur der Anschein erweckt wird, daß es sich um dieses geborene Wesen handelt. Ich weiß nicht einmal was die Erweckung des Anscheins bedeutet, aber es stammt aus der beglaubigten Kopie einer Geburtsurkunde.

Was bedeutet also ‚Anscheinserweckung‘. Es bedeutet, den oft trügerischen Anschein zu haben, die Absicht oder die Behauptung, zu sein. Sie erwecken also den Anschein, es zu sein.

‚Trügerisch‘ bedeutet: auf einem Vorwand basierend, der zwar plausibel aber falsch ist.

Ein Synonym von trügerisch lautet ‚unaufrichtig‘. Unaufrichtig bedeutet: die Absicht zu täuschen. Wenn sie sich also selbst eine Geburtsurkunde besorgen, beabsichtigen Sie jemanden zu täuschen. Jedes Mal, wenn Sie dieses Dokument benutzen täuschen Sie etwas vor und zwar absichtlich.

Kurze Zeit später stöberte ich in diesen als „Hansa Records“* bezeichneten Aufzeichnungen. Hierbei handelt es sich um die von der Regierung aufbewahrten Protokolle sämtlicher Parlamentsdebatten im amerikanischen Kongreß oder hier im kanadischen Parlament, in denen jedes von Parlamentsmitgliedern gesprochene Wort aufgezeichnet wird. Beim Herumstöbern darin entdeckte ich eine Debatte mit der obersten Standesbeamtin, die all diese Dokumente gemäß dem Gesetz zur Bevölkerungsstatistik beaufsichtigt, und in ihr steckt selbstverständlich eine Juristin. Sie selbst weiß überhaupt nichts, nur der Jurist weiß wie das funktioniert, und Parlamentarier haben diesen Juristen (bei dem es sich in diesem Fall um eine Frau gehandelt hat) gefragt, wie sich jemand für den Erhalt einer Geburtsurkunde qualifiziert. Und ihre Antwort lautete wie folgt: „Wir haben eine Formel, nach der wir dies berechnen, jedoch kann ich ihnen nicht sagen, wie diese Formel lautet oder die Berechnung erfolgt.“ Also muß es sich hierbei um eine dieser streng geheimen Dinge handeln. Selbst unsere Parlamentarier, die Leute, die dort für uns sprechen, dürfen nichts darüber erfahren. Es ist ein Geheimnis.

Nun habe ich eine Menge dieser Geburtsanzeigen und Zahlenreihen an ihren Rändern gesehen, als ob jemand Markierungen anbringt oder eine Kalkulation, eine Aufgliederung oder eine Bewertungsskala erstellt. Ich frage mich, worum es bei dem allen geht. Ein weiterer merkwürdiger Umstand.

Je mehr ich also lernte, desto weniger verstand ich. Mich verwirrte die Frage, was dies alles mit Recht zu tun hat, sehr.

Sie haben also kein Eigentum. Sie sind professionelle Bettler. Ihre Geburtsurkunde hat mit Ihnen nichts zu tun. Irgendwer will, daß sie unwissend bleiben. Ihre Diener haben sich zu einer Art Geheimhaltung verschworen. Parlamentsmitgliedern ist nicht erlaubt bestimmte Dinge zu wissen. Was zum Teufel ist hier los?

Ich begann mich zu fühlen, als sei ich in einer Art von Verschwörungsfilm. Es spielte keine Rolle, wem ich hiervon erzählte. Wenn Sie meine Geschichte für glaubwürdig halten, versichere ich Ihnen, daß es sich um die Wahrheit handelt. Sie hat stattgefunden. Wenn Sie sie für unglaubwürdig halten, spielt das keine Rolle. Die Wahrheit ist, daß sie sich ereignet hat. Alles davon ist tatsächlich geschehen.

Lassen Sie mich Ihnen jetzt erzählen, was passiert, wenn Sie nicht wissen wie das alles funktioniert und nichts mehr damit zu tun haben wollen. Lassen Sie mich Ihnen erzählen, was geschieht, wenn Sie keinerlei Eigentum besitzen und sich weigern, bei dem Besitzer um Privilegien zu betteln. Ich habe über 30 Jahre lang Vögel gehalten. Ein Leben voller Arbeit und Mühen. Auch habe ich für die Absicherung meiner Familie gearbeitet usw. Gestern war das noch legal und heute ist es illegal, egal, ob ich bettle und um ein Privileg bitte und Geld in Form von Gebühren dafür bezahle. Bitte, darf ich meine Vögel behalten, Chef. Ich bitte Sie darum meine Vögel behalten zu dürfen. Sie bekommen gesagt: „Füllen Sie diesen Antrag aus. Vielleicht genehmigen wir ihn, vielleicht auch nicht. Sie erhalten von uns Bescheid.“ „Aber ich habe mein ganzes Leben hierfür gearbeitet.“ „So ein Pech aber auch! Aber so ist das Gesetz.“ Und hier ist die Antwort:

Sie kommen mit einem Sondereinsatzkommando, dessen Mitglieder sich geschminkt haben, wie Indianer auf Kriegspfad und mit geladenen Maschinenpistolen. Sie drohen damit Sie zu tasern, wenn sie sich weigern vor ihnen niederzuknien. Sie sperren Sie in einen Käfig und dann nehmen sie Ihnen Ihre Vögel weg. Hunderte! Ich habe Vögel im Wert von Hunderttausenden Dollar besessen, als ich aufgehört habe zu betteln.

Diese Vögel wurden an andere Leute verschenkt, die nicht das Geringste dafür getan hatten. Sie sind nicht etwa versteigert worden. Die Leute haben nichts dafür bezahlen müssen. Hier haben Sie sie. Ziehen Sie sie auf, verkaufen Sie sie, tun sie mit ihnen, was Sie wollen, sie gehören jetzt Ihnen. Da hast Du‘s, Du braver Bettler, hier ist Dein Lohn für anständiges Betteln!

Hätte ich auch nur einen Moment lang versucht Widerstand zu leisten, hätten sie mich umgebracht. Das ist mein Ernst, ich mache hier keine Witze. Die Leute, die für sie töten, haben strenge Glaubensgrundsätze. Sie müssen in deren Gegenwart sehr vorsichtig sein. Nun, hiervon wird in keiner Zeitung je berichtet werden. Nein. Das wird die Rechtsabteilung niemals verlassen.

Sehen Sie, das ist, als würde ich mit meiner Frau und einigen Freunden beim Abendessen sitzen, mich meiner Frau zuwenden und sagen: „Liebling, dürfte ich Dich bitten (Marcus senkt seinen Kopf und hält schützend seine Arme darüber) mir noch ein paar Kartoffeln zu reichen?“ Was werden meine Freunde denken? Sie denken, daß meine Frau ihren Ehemann schlägt, wenn dieser um ein wenig mehr Nahrung bittet. Daß sie ihren Mann mißhandelt. Deshalb kommen sie mit einem Sondereinsatzkommando. Ich meine, ich habe einen Vogel. Na und? Zugegeben ich hatte einige mehr. Aber dieses Sondereinsatzkommando hat sich verhalten, als wäre dieser Typ gefährlich. Warum sollten sie sonst mit einem Sondereinsatzkommando erscheinen? Er muß Waffen besitzen, und könnte sie alle umbringen. Warum sollten sie sonst mit einem Sondereinsatzkommando erscheinen? Warum sollten sie sonst den gesamten Ort mit 30 schwerbewaffneten Kerlen durchsuchen? Wie Sie sehen, dient das dazu, Ihnen Dinge weiszumachen, die nicht einmal wahr sind, und niemand wird je die Wahrheit erfahren.

Da ich hierbei der einzige ‚Leidtragende‘ bin werde ich Ihnen die Geschichte erzählen. Vermutlich werden Sie jetzt denken, daß sie mich bestimmt dafür entschädigt haben, denn man kann doch nicht alles so einfach verlieren, nur weil man sich dem Gesetz nicht beugt, oder doch? Was haben Sie erwartet? Nun, ich weiß nicht, was in Ihnen vor sich geht. Sehen Sie, ich besitze gar nichts, und Ihnen geht es genauso.

Sie werden mir das alles vermutlich nicht glauben, aber glauben Sie mir, es ist die Wahrheit. Das könnte in Ihrem Land niemals geschehen. Aber sicherlich. Es wird in Ihrem Land geschehen, glauben Sie mir, es ist die Wahrheit. Aber wer interessiert sich dafür? Niemand! Wer wird Ihnen helfen? Niemand! Das war nicht die ganze Geschichte. Gut, die Geschichte ist ein wenig komplexer, aber alles, was ich Ihnen erzählt habe, hat sich genau so ereignet.

Das war der Beginn meiner Geschichte, und es ist eine wahre Geschichte. Können Sie sich vorstellen, was bis jetzt mein Problem ist? Ich habe es Ihnen erzählt.

Alle Probleme, die Ihnen jemals begegnen, resultieren aus fehlendem Eigentum. Aber damals war mir das noch nicht klar.

Nun werden wir uns der Bedeutung von Eigentum widmen müssen. Ich hatte davon keine Kenntnis, als ich damit begann, aber jetzt habe ich sie. Was also bedeutet der Besitz von Eigentum?

Eigentum ist der Heilige Gral des Rechts.
Eigentum befindet sich immer im Gewahrsam des Rechts.

Eigentum ist ein eigentümliches (im Sinne von jemand eigenes) Recht auf Land und bewegliches Hab und Gut unter Ausschluß aller anderen. Es ist die einzige despotische Herrschaft, die ein Mensch über Dinge der Welt unter Ausschluß aller anderen Menschen ausübt.

Der Besitz von Eigentum bedeutet, daß Sie das exklusive Recht über die Verwendung, Kontrolle, Verwaltung und Verteilung einer Sache unter Ausschluß aller anderen haben …. es ist ein eigentümliches Recht.

Eigentümlich: jemandes Eigentum, ausschließlich Ihres. Niemand anders kann über Ihren Umgang damit entscheiden. Das ist die Grundlage allen RECHTS!

„Wer auch immer etwas besitzt, kann darüber bestimmen?“ Nun begreifen Sie, welche Bedeutung Eigentum zukäme. Aber wer will schon eigentümlich sein? Wir setzen das Wort eigentümlich mit verschroben oder seltsam gleich. Deshalb denken einige, ich sei ein eigentümlicher Mensch. Nun ich bin sicherlich nicht alltäglich. Nicht mehr. Eigentümlich zu sein ist von Vorteil, wenn Sie etwas besitzen wollen. Wenn Sie etwas besitzen haben Sie das ausschließliche Recht darüber zu verfügen. Wie ich bereits in dem Einführungsvideo sagte, wurden wir alle durch Täuschung zur Aufgabe unseres Geburtsrechts gebracht.

Unser Erbe besteht in unserem Geburtsrecht und unser Eigentum ist unser Erbe. Ohne Eigentum können Sie keine Freiheit haben. Warum? Ohne Eigentum bedürfen Sie keiner Herrschaft. Sie besitzen nichts, worüber Sie herrschen könnten. Alles, von dem Sie meinen, es zu besitzen, muß geborgt oder von jemand anderem geliehen werden. Wer borgt ist immer ein Knecht des Verleihers, und wer borgt ist immer Benutzer, und zu benutzen, was einem nicht gehört, bedarf der Sorge um jemand anderes Eigentum. Das nennt man Wucher treiben. Die Leute denken Wucher habe nur etwas mit Geld zu tun. Aber es ist mehr als das.

Auch wenn Sie nichts besitzen, müssen Sie alles, was sie haben, im Vertrauen des Eigentümers erhalten haben, es sei denn, sie haben es diesem gestohlen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Wenn Sie selbst nun kein Eigentum besitzen, besitzt auch ihr Nachbar keines. Niemand besitzt irgend etwas. Wem gehört dann alles? Das ist eine gute Fragen, finden Sie nicht?

Kann der Eigentümer alles, was ich habe, jederzeit von mir zurücknehmen? Das ist eine ernsthafte Frage! Wie könnten Sie jemals Zukunftspläne schmieden, wenn diese Unsicherheit wie ein Damoklesschwert über Ihnen hängt? Könnte alles, wofür ich gearbeitet und mich abgemüht habe, tatsächlich vergebens gewesen sein? Wenn mir mein Leben gehört, frage ich mich: Könnte mich jemand von Rechts wegen töten? Kann mich jemand von Rechts wegen sterilisieren? Kann mir jemand von Rechts wegen Drogen einflößen? Kann mich jemand von Rechts wegen mit einer Fußfessel an mein Haus binden? Kann mir jemand von Rechts wegen erklären, meine Kinder nicht sprechen oder sehen zu dürfen? Können mir meine Kinder von Rechts wegen geraubt und anderen zugesprochen werden, ohne daß ich weiß wo sie sich befinden? Was gäbe es Bedeutsameres im Leben als das?

Ich kann ihnen versichern, daß dies die Frage ist, die sie bei allen Problemen und Leiden, die Sie derzeit oder jemals erdulden, ergründen und beantworten müssen. DAS IST SIE! Jedes Problem, das sie haben oder je haben werden, existiert, weil Sie kein Eigentum besitzen. Sie sehen, augenblicklich, daß Sie, wann immer irgend etwas durch Regulierung beschränkt wird, zu sich sagen ‚es ist geltendes Recht‘.

Alle fürchten das Recht. Sie werden bestraft, wenn Sie sich dem Recht nicht beugen. Aber niemand weiß eigentlich was das Recht ist oder wie es gemacht wird. Warum ist das so? Weil Ihnen gelehrt wurde, daß Sie Eigentum haben, jedoch ist das eine Lüge. Sie sehen ein, daß es sich um Betrug handelt, Lügen gelehrt zu bekommen. Sie glauben Eigentum zu besitzen, wobei das keineswegs der Fall ist.

Nun gebe ich zu, daß es sie meinen Eigentum zu besitzen, solange es nicht reguliert wird, aber dem ist nicht so. Das allein hat mich aufgeweckt. Und Sie sollte es auch aufwecken.

Es ist komplex zu erklären, warum Sie kein Eigentum besitzen, im weiteren Verlauf wird es jedoch offenkundig. Ich werde Ihnen all die Fakten, Hinweise und Beweise sowie viele Beispiele dafür geben, daß Ihnen selbst nichts gehört. Prinzipiell basiert alles wofür sie vor Gericht gehen darauf, daß Ihnen nichts gehört. Wenn sie vor Gericht gezogen werden können, weil Sie jemand verleumdet hat, ist daß der Beweis dafür, daß Ihr Name nicht Ihr Eigentum ist. Nicht einmal ihr Name! Wenn Sie vor Gericht gehen könne, um das Sorgerecht für ihr eigenes Kind zu erhalten, ist es nicht Ihr Kind. Sie gehört nicht Ihnen.

Wenn ich Ihnen schließlich erkläre, wer in Kanada oder in den Vereinigten Staaten von Rechts wegen alles besitzt, WERDEN SIE VOLLER UNGLAUBEN VOM STUHL FALLEN. Das garantiere ich Ihnen.

Um zum Schluß zu kommen, zurück zu meiner Geschichte.

Ich befasse mich nun seit etwa zwei Jahren mit meiner Aufgabe und bin völlig verwirrt. Ich weiß überhaupt nichts mehr. Aber bei meiner Suche stechen zwei Dinge in meinem Verstand hervor, die irgendwie bedeutsam zu sein scheinen. Bei diesen beiden Dingen handelt es sich um Worte. sind Worte. Schlichte, alltägliche Worte in diesem Konzept Gottes. Ja, Gottes. Was hat Gott mit dem allen zu tun? Nun, bin ich keineswegs religiös, aber ich kann Ihnen versichern, daß die Konzeption dieser beiden Worte zu all meinen Entdeckungen geführt haben. Aber nicht auf die Art und Weise, wie Sie denken mögen!

Uns wird gelehrt über Worte und Gott in zwei verschiedenen Arten zu begegnen. Im weiteren Verlauf werden Sie lernen, daß alles, von dem, was Sie im Leben tun, nicht das Geringste mit Gott zu tun hat, selbst wenn Sie religiös sind. Warum jedoch wird in Gerichten, auf Geld, in Verfassungsdokumenten, im Recht und eigentlich überall auf Gott verwiesen? Und mein Problem mit Worten ist, daß ich mir nicht einmal aus deren Bedeutung einen Reim machen kann. Je mehr ich lernte, desto verwirrter wurde ich.

Für Sie ist all das nur eine Geschichte. Es ist jedoch eine wahre Geschichte. Und Sie werden denken, daß es einen guten Grund dafür geben wird, wenn all das stimmt …. irgend einen Grund den weder ich noch er kennt, was auch immer es sei. Nein! Ich habe ihnen erzählt, daß ich ihnen von Dingen erzählen werde, die unglaublich sind, und glauben Sie mir, ich habe gerade erst begonnen.

In der nächsten Folge werden wir über Worte reden… Nur schlichte, gewöhnliche, alltägliche Worte. Nachdem Sie dieses Video gesehen haben, könnten sie wünschen den den Redefluß auf ihre Lesegeschwindigkeit zu reduzieren.

Bis dahin………. Ich heiße Marcus.

 

Quelle: http://servantking.info/

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1 Antwort zu “Verwirrung des Seins”

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