Sollte das Weiße Haus die Lerninhalte Ihrer Kinder bestimmen?

Von Agenda 21 Course
Übersetzung©: Andreas Ungerer

Dieser wichtige Artikel wird Ihnen helfen, etwas über die Hindernisse zu erfahren, die zwischen Ihnen und Ihrem Recht stehen, Ihre Kinder als Amerikaner und nicht als „gute“ Weltbürger zu erziehen.

 

Von Stanley Kurtz

[Anmerkung des Herausgebers: Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch Spreading the Wealth: How Obama is Robbing the Suburbs to Pay for the Cities“ (Sentinel HC August 2012).]

7. September 2012, FOX NEWS
Was wäre, wenn Präsident Obamas ehrgeizigster Versuch, die amerikanische Gesellschaft umzugestalten, auch sein frommster Wunsch gewesen ist? Niemand würde wegen eines Programms, von dem man noch nie etwas gehört hat, gegen den Präsidenten stimmen. Und ich wette, daß Präsident Obama der amerikanischen Öffentlichkeit aus diesem Grund so gut wie nichts von seinen Plänen zur Untergrabung der politischen und finanziellen Unabhängigkeit der Schulbezirke in den Vorstädten Amerikas erzählt hat.

In aller Stille ist Obama damit beschäftigt, unser Verfassungssystem zu umgehen, welches die Kontrolle des Bundes über die Lerninhalte Ihrer Kinder verbietet. Die erste Stufe, die bereits in vollem Gange ist, ist ein anspruchsloser allgemeinverbindlicher Lehrplan, der darauf ausgerichtet ist, Leistungsunterschiede zwischen Stadt- und Vorstadtschülern künstlich zu unterdrücken. Der richtige Weg, leistungsschwachen Schülern zu helfen, besteht nicht darin die Standards auszuhöhlen, sondern die Leistung zu erhöhen, doch Obama ist dabei die Leistungsstandards abzusenken. Deshalb besteht das Endziel des Präsidenten darin, die Unterschiede zwischen den kommunalen Schulbezirken, durch massive Umverteilung der Bildungsausgaben der Vorstädte in die Städte, zu beseitigen.

Die Kontroverse aus dem Jahr 2008, über Obamas jahrelange gemeinsame Bildungsarbeit mit dem bekanntermaßen reuelosen Mitbegründer der links-terroristischen Untergrundorganisation Weathermen*, Bill Ayers*, ist aus dem Blickfeld verschwunden. Für einen Moment schien es, als würde Ayers‘ radikales Bildungserbe in Obamas Präsidentschaft weitergeführt werden. Das liegt daran, daß Linda Darling-Hammond, Ayers‘ Lieblings-Bildungsexpertin und Leiterin von Obamas Übergangsteam für Bildung, auf der Überholspur bei der Ernennung zur Bildungsministerin war, bis ihr Linksradikalismus selbst viele Demokraten befremdet hat.

Als stattdessen Arne Duncan, der angeblich anspruchsvolle Standards und Tests unterstützt, Bildungsminister wurde, sah es so aus, als habe Obama ins Schwarze getroffen. Ebenso wie es den Eindruck macht, daß Darling-Hammond die Bühne nicht verlassen hat, scheint das Gegenteil hiervon der Fall zu sein.

Der Kern der linksextremen Bildungsagenda – ein Programm, das von Obama, Ayers und Darling-Hammond gleichermaßen unterstützt wird – besteht aus drei Teilen: 1) einem politisierten Lehrplan, der linke Ansichten von „sozialer Gerechtigkeit“ fördert, 2) der Reduzierung „unterschiedlicher Ergebnisse“ zwischen Schülern in verschiedenen Bezirken durch Absenkung der Leistungsstandards und 3) einer Umverteilung der Bildungsmittel für die Vorstädte auf weniger wohlhabende städtische Schulen. Um diese Ziele auf breiter Front zu erreichen, muß die Bundesregierung die lokale Kontrolle über die K-12-Schulen* übernehmen.

Den halben Weg dorthin hat Obama bereits zurückgelegt.

Wie ihm das gelungen ist? Anstatt seine kontroversen Bildungsvorschläge dem Kongreß vorzulegen und eine heftige landesweite Debatte in Gang zu setzen, hat Obama still und leise 4,35 Milliarden Dollar an staatlichen Fördermitteln für seine Initiative „Race to the Top“ im Bildungsbereich veranschlagt. Da das Konjunkturprogramm im Kongreß quasi ohne jede wirtschaftspolitische Debatte, geschweige denn mit einer Bildungsdebatte durch den Kongreß gepeitscht worden ist, mußte Obama seine Pläne nie der Öffentlichkeit zugänglich machen. [Erinnern wir un in diesem Zusammenhang, abgesehen von erstaunlich ähnlichen Entwicklungen in Deutschland, daran, wie der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière im November 2015 die „vorübergehende“ Absenkung der Bildungsstandards angekündigt hat. / Anm. d. Übers.]

Angeblich sind diese Standards von mehr als 40 Staaten freiwillig übernommen worden. Tatsächlich jedoch hat die Obama-Administration, durch die effektive Zuteilung von Zuschüssen bei der Eignung für den Race to the Top innerhalb des Common Cores, die wirtschaftlich angeschlagenen Bundesstaaten dazu gezwungen, die Kontrolle über ihre Lehrpläne an die Bundesregierung abzugeben. Geschickterweise wurden die Bundesstaaten dazu gedrängt, dem Common Core beizutreten, bevor die tatsächlichen Standards, Lehrpläne und Tests in einer zweiten Amtszeit Obamas bekannt werden. Das gesamte Vorhaben ist wohl sowohl illegal als auch verfassungswidrig. Dennoch schreitet es weiter voran, und die Öffentlichkeit weiß praktisch nichts darüber.

Einige wenige Konservative haben sich von der scheinbar traditionalistischen Forderung nach nationalen „Standards“ täuschen lassen. Die meisten konservativen Bildungsexperten begreifen jedoch, daß die neuen landesweiten Standards nicht hoch, sondern niedrig sein werden. Bei so vielen aktuell drängenden wirtschaftlichen Fragen hört jedoch niemand zu. Zu schade, denn das Endergebnis von Obamas Bildungsplan wird tatsächlich ein wirtschaftliches sein: die umfassende Umverteilung der Bildungsmittel aus den Vorstädten an die Städte.

Weit davon entfernt, die Bühne zu verlassen, steht Obamas ehemalige Beraterin, Linda Darling-Hammond, im Mittelpunkt dieses Plans. Sie arbeitet mit dem Smarter-Balanced Assessment Consortium (etwa: Konsortium für ausgewogenere Benotung) zusammen, das von der Verwaltung ausgewählt wurde, um das Prüfsystemfür den neuen Common Core zu erstellen. Darling-Hammond hat sich bemüht, ihre Rolle im Smarter-Balanced-Consortium herunterzuspielen, aber die Veröffentlichungen der Gruppe verdeutlichen, daß in Wahrheit sie den Laden schmeißt. Obwohl Darling-Hammond landesweit als Hauptgegnerin standardisierter Testverfahren gilt, ist sie nun tatsächlich für die Entwicklung eines neuen K-12-Testsystems für einen Großteil der Nation verantwortlich. Das Ergebnis werden politisch korrekte Fragen sein, und Standards, die im Grunde gar keine sind.

Doch das ist nur der erste Teil des Plans. Das Bildungsministerium von Präsident Obama hat eine Kommission für Fairneß und Exzellenz eingerichtet, die den Auftrag hat „Wege zu finden, um die Schulfinanzierungssysteme, hinsichtlich einer gerechten Verteilung der Bildungsressourcen sowie der Förderung von Leistung und Erfolg der Schüler, umzustrukturieren“. Praktischerweise werden die Empfehlungen der Kommission erst während einer möglichen zweiten Amtszeit Obamas veröffentlicht. Darling-Hammond ist Mitglied dieser Kommission, und wenn die Erfahrungen der Vergangenheit als Richtschnur dienen, wird sie einen übergroßen Einfluß auf deren Empfehlungen haben.

Darling-Hammond hat ihre Absichten bereits deutlich gemacht. Sie drängt auf einen Plan, den Lehrplanstandards des neuen Common Core gemeinsame „Ressourcenstandards“ anzufügen. Das bedeutet, daß Darling-Hammond hofft die Bildungshilfen des Bundes an die Bedingung zu knüpfen, die Schulfinanzierung über die Gemeindegrenzen hinweg auszugleichen. Sie hat auch vorgeschlagen, Schülern den Wechsel über die Grenzen der Schulbezirke hinweg zu ermöglichen, wobei die Transportkosten von der Regierung übernommen werden sollen.

Das Ziel hierbei sind die Vororte. Obama und Darling-Hammond sind beide langjährige Unterstützer der wenig bekannten Bewegung “regional equity” ( etwa „regionale Fairneß“), die beabsichtigt die politische Unabhängigkeit der amerikanischen Vorstädte zu untergraben, um den Reichtum der Vorstädte auf die Städte umzuverteilen. Obama ist politisch zu scharfsichtig, um für diesen Teil seines Programms zu werben, dennoch treibt er ihn aggressiv voran.

Das Recht, seine Kinder nach eigenen Vorstellungen zu erziehen, steht traditionell im Mittelpunkt der amerikanischen Vision von Selbstverwaltung und persönlicher Freiheit. Wenn junge Paare arbeiten und sparen, um in einen Vorort mit der von ihnen gewünschten Schule ziehen zu können, sprechen wir vom Amerikanischen Traum. Schalten Sie diesen Traum mit einem fehlgeleiteten Versuch aus, die Finanzierung jedes amerikanischen Schulbezirks auszugleichen, und Sie zerstören den Motor, der unseren Wohlstand antreibt, indem Sie ein Kernmotiv der Arbeit entfernen. Wer diesen Traum durch fehlgeleitete Bemühungen zur Angleichung der Finanzierung jedes amerikanischen Schulbezirks verbietet, zerstört den sowohl den Motor unseres Wohlstands als auch den Hauptantrieb einer Arbeit nachzugehen.

Was meinen Sie, sollte Präsident Obama seine ehrgeizigen Umverteilungspläne für das K-12-Bildungsystem – und die amerikanischen Vorstädte – nicht klar erläutern, damit sie während dieser epochalen Präsidentschaftswahl diskutiert und debattiert werden können?

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Stanley Kurtz is leitender Mitarbeiter am Ethics and Public Policy Center und Autor des Buches, Spreading the Wealth: How Obama Is Robbing the Suburbs to Pay for the Cities (Sentinel HC August 2012).  

Quelle: https://www.foxnews.com/opinion/should-the-white-house-control-what-your-kids-learn

Die mit einem * versehenen Links wurden zusätzlich eingefügt.

 

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