Schlüsselereignisse bei der Einführung der Agenda 21 / Nachhaltige Entwicklung

1974: Die Vereinten Nationen verabschieden die Erklärung „New International Economic Order“, wonach Regierungen die Wirtschaft kontrollieren sollen.

1976: Auf der U.N. Conference on Human Settlements (Habitat I) wird beschlossen, daß Grund und Boden nicht durch Einzelpersonen kontrolliert werden darf. Grund und Boden repräsentiert Vermögen und es ist eine Form sozialer Ungerechtigkeit, wenn er sich im Besitz von Einzelpersonen befindet.

1987: Der Begriff „Nachhaltige Entwicklung“ taucht zum ersten Mal in dem von der (auch als Bundtland-Kommission bekannten) Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen unter dem Titel „Unsere gemeinsame Zukunft“ herausgegebenen Bericht auf. Diese Kommission legte den Grundstein für die Kontrolle der Weltwirtschaft und die Umverteilung des Reichtums.

1990: Die Gründung des Internationalen Rates für kommunale Umweltinitiativen, ICLEI, (auch bekannt unter dem Begriff „Kommunalregierungen für nachhaltige Entwicklung“) auf dem Weltkongreß für Kommunalregierungen für nachhaltige Entwicklung bei den Vereinten Nationen in New York.

1992: Bei der (auch als Umweltgipfel in Rio bekannten) Konferenz über Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro wird die (später zu „Agenda 21“ gekürzte) „Agenda für das 21. Jahrhundert“, das Handbuch zur Einführung der Nachhaltigen Entwicklung, vorgestellt. Hier haben sie, durch die Ratifizierung des UN-Vertrages über die biologische Vielfalt, den aus ökonomischer und sozialer Gerechtigkeit, bereits bestehenden Säulen, die dritte Säule hinzugefügt. Von nun an würde die Menschheit für alle Formen der Umweltzerstörung verantwortlich gemacht werden können. Auf ebendieser Konferenz der Vereinten Nationen werden noch drei weitere Abkommen ratifiziert:

  • die Konvention über den Klimawandel (der Vorläufer des im Jahr 1997 verabschiedeten Kyoto-Protokolls)
  • die Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung
  • die Konvention über den Schutz der Wälder

1993: Präsident Bill Clinton erläßt die Executive Order 12852, mit der der Präsidialrat für nachhaltige Entwicklung geschaffen wurde. Damit können die Ziele der Agenda 21 in allen Bundesbehörden umgesetzt werden.

1993: Präsident Clinton gründet das Amt für Umweltpolitik (office of Environmental Policy), um eine angemessene Einbeziehung von Umweltbelangen in die Verwaltungspolitik sicherzustellen.

1996: Der Rat für nachhaltige Entwicklung des Präsidenten legt das Strategiepapier „Sustainable America: A New Consensus for Prosperity, Opportunity, and a Healthy Environment“ (Nachhaltiges Amerika: Ein neuer Konsens für Wohlstand, Chancen und eine gesunde Umwelt) vor. Sein Ziel besteht darin, einen Konsens zwischen den vielen Gruppen zu schaffen, die versuchen die Weltwirtschaft mit Hilfe der Agenda 21 zu übernehmen.

1997: Im Jahr 1997 ist die Bundesregierung im Besitz von 33 % allen Landes in den Vereinigten Staaten, während die staatlichen und kommunalen Regierungen weitere 10% des Landes besitzen.

1997: Auf der Konferenz der Bürgermeister wird das Gemeinsame Zentrum für Nachhaltige Entwicklung gegründet.

2001: Die Vereinigung der Gouverneure der Bundesstaaten bekennt sich zur Unterstützung des Intelligenten Wachstums (Smart Growth)

2001: Beim UN-Gipfel in Johannesburg bestätigt Colin Powell den Beitritt der Vereinigten Staaten zur Agenda 21.

2011: Präsident Obama unterzeichnet die executive order 13575, mit der der Rat für den ländlichen Raum von ihm im Weißen Haus geschaffen wird. Diese Verfügung des Präsidenten verpflichtet jede Bundesbehörde in den Vereinigten Staaten, den gesamten Bedarf an Nahrungsmitteln, Fasern und Energie für alle nachhaltigen ländlichen Gemeinden in den Bundesstaaten zu überwachen, wovon 16% Gebiets der Vereinigten Staaten betroffen sind.

2012: Präsident Obama unterzeichnet die executive order 13602, die dem Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung die Befugnis erteilt, Vorschriften zur Durchsetzung der lokalen und regionalen Planung zu erlassen, welche die Bundesregierung als vorteilhaft für die fiskalische Verantwortung der USA erachtet.

2015: Am 27. September verabschiedet Präsident Obama die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung, die von nun an die Agenda 21 für die nächsten 15 Jahre ablösen wird und den weiteren Weg bei der Umsetzung ihrer Ziele diktiert.

 

Quelle: http://www.agenda21course.com/key-events-to-the-implementation-of-agenda-21sustainable-development/