Mit dem Asow Batallion befindet sich Blackwater im Donbass

 

Von Manlio Dinucci
Übersetzung©: Andreas Ungerer

1. Februar 2022, Global Research
Das Telefonat zwischen Präsident Biden und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyi „verlief nicht gut“, titelte CNN*: Während „Biden davor warnte, daß eine russische Invasion im Februar praktisch sicher sei, weil der dann gefrorene Boden das Eindringen von Panzern ermögliche“, forderte Selenskyi „Biden dazu auf, seinen Ton zu mäßigen, da die Bedrohung durch Rußland noch unklar sei“. Während der ukrainische Präsident selbst eine vorsichtigere Haltung einnimmt, sammeln sich die ukrainischen Streitkräfte im Donbass nahe der von der russischen Bevölkerung bewohnten Gebiete von Donezk und Luhansk.

Laut Berichten der Sonderbeobachtungsmission der OSZE in der Ukraine, welche uns von unseren Mainstream Medien, die ausschließlich vom Aufmarsch russischer Truppen berichten, unterschlagen werden, sind dort Einheiten von etwa 150.000 Truppen der ukrainischen Armee sowie der Nationalgarde stationiert. Diese werden von US-NATO Militärberatern und -ausbildern bewaffnet und trainiert und daher praktisch kommandiert.

Von 1991 bis 2014 haben die Vereinigten Staaten (VS), laut dem Congressional Research Service* der VS, der Ukraine Militärhilfe im Wert von 4 Milliarden Dollar gewährt, die nach dem Jahr 2014 neben einer Erweiterung von weiteren 2,5 Milliarden Dollar durch mehr als eine Milliarde Dollar des NATO Trust Funds, dem auch Italien angehört aufgestockt. Dies ist jedoch nur ein Teil der von den großen NATO-Mächten in der Ukraine geleisteten militärischen Investitionen. So schloß beispielsweise Großbritannien verschiedene Militärabkommen mit Kiew ab und investierte unter anderem 1,7 Milliarden Pfund in die Stärkung der ukrainischen Marinekapazitäten: Dieses Programm sieht die Bewaffnung ukrainischer Schiffe mit britischen Raketen, die gemeinsame Produktion von acht schnellen Raketenwerfern und den Bau von Marinestützpunkten sowohl am Schwarzen Meer als auch auch am zwischen der Ukraine, der Krim und Rußland gelegenen Asowschen Meer vor. In diesem Rahmen steigen die ukrainischen Militärausgaben, die sich im Jahr 2014 auf 3 % des BIP beliefen, bis zum Jahr 2022 auf 6 %, was mehr als 11 Milliarden US-Dollar entspricht.

Zusätzlich zu den militärischen Investitionen der USA und der NATO in der Ukraine gibt es den 10-Milliarden-Dollar-Plan von Erik Prince, dem Gründer des mittlerweile in Academi* umbenannten privaten US-Militärunternehmens Blackwater,  welches der CIA, dem Pentagon und dem Außenministerium Söldner für verdeckte Operationen (einschließlich Folterungen und Ermordungen) zur Verfügung stellt und damit Milliarden von Dollar verdient. Der durch eine Untersuchung des Time Magazine aufgedeckte Plan von Erik Prince besteht darin, durch eine Partnerschaft zwischen dem Unternehmen Lancaster 6, mit dem Prince Söldner im Nahen Osten und in Afrika beliefert hat, und dem wichtigsten von der CIA kontrolliertem ukrainischen Geheimdienst, eine Privatarmee in der Ukraine aufzubauen. Es ist natürlich nicht bekannt, welche Aufgaben die vom Gründer von Blackwater in der Ukraine geschaffene Privatarmee hätte, die sicherlich von der CIA finanziert werden würde. Allerdings ist davon auszugehen, daß sie von ihrer Basis in der Ukraine aus verdeckte Operationen in Europa, Rußland und anderen Regionen durchführen würde.

Vor diesem Hintergrund ist besonders alarmierend, daß der russische Verteidigungsminister Schoigu gerügt hat, daß es in der Region Donezk „private US-Militärunternehmen gibt, die eine Provokation unter Einsatz unbekannter Chemikalien vorbereiten“. Das könnte der Funke sein, der einen Krieg im Herzen Europas auslöst: ein chemischer Angriff auf ukrainische Zivilisten im Donbass, der umgehend den Russen in Donezk und Luhansk zugeschrieben werden würde, die von den bereits in der Region stationierten, überwiegend ukrainischen Streitkräften angegriffen würden, um Rußland zu zwingen, zu deren Verteidigung militärisch einzugreifen.

An vorderster Front steht das von den VS und NATO ausgebildete, bewaffnete und zu einem Regiment von Sondereinsatzkräften beförderte Asow Battallion bereit, das sich bisher durch seine Grausamkeit bei Angriffen auf die russischsprachige Bevölkerung der Ukraine auszeichnet hat, um die Russen zu massakrieren. Das Asow Bataillon, das Neonazis aus ganz Europa unter der Wolfsangel, dem Symbol der der SS-Division „Das Reich“, rekrutiert, wird von seinem zum Oberst beförderten Gründer Andrej Bilezkij kommandiert. Es handelt sich nicht nur um eine militärische Einheit, sondern um eine ideologisch und politisch geprägte Bewegung, deren charismatischer Führer, Biletskij, insbesondere deren Jugendorganisation mit seinem Buch „Die Worte des Weißen Führers“ zum Haß auf Russen indoktriniert.

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Manlio Dinucci, ist ein im italienischen Pisa ansässiger preisgekrönter Autor, geopolitischer Analyst und Geograph. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Centre for Research on Globalization (CRG).

Quelle: https://www.globalresearch.ca/…

Die mit einem * versehenen Links wurden zusätzlich eingefügt.

Bildquelle: Global Research

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