Hessen: Public Private Partnerships nach Gutsherrenart

 

Kommentar

20. Januar 2022, eigener Bericht
Wie aus diesem gestern bei der ÄrzteZeitung erschienenen Beitrag ersichtlich, wirft die hessische Landesregierung raffgierigen, mit ihr und untereinander kooperierenden privaten Klinikkonzernen, an die sie im Jahr 2006 die das Universitätsklinikum Gießen-Marburg für 112 Millionen Euro verkauft hatte, in den kommenden Jahren fast eine halbe Milliarde Euro an Steuergeldern in deren geldgierige Rachen.

Ein Paradebeispiel für die „Vorzüge“ von Public Private Partnerships mit denen, wie bereits nicht nur bei der Deutschen Bundespost und der Deutschen Bundesbahn sondern auch bei der Plünderlandverschwörung (hier die schriftliche Version) geschehen, Volksvermögen an die niedrigst bietenden Konzerne verschachert wird, um den Wiederaufbau der nach wenigen Jahren stets vollkommen heruntergewirtschafteten und verwahrlosten Infrastruktur dann mit Steuergeldern zu subventionieren.

Daß diese Form von Vetternwirtschaft im Gesundheitswesen nichts neues ist, beweisen nicht nur die Zig in den vergangenen Jahre geschlossenen Kliniken und abgebauten Intensivbetten, sondern auch dieser dieser lesenswerte Essay des verantwortungsvollen Arztes Dr. med. Jan Erik Döllein aus dem Jahr 2008.

Solche Formen vorsätzlichen Politikversagens zugunsten von Großkonzernen kosten nicht nur kleinere und mittlere Unternehmen, und das nicht nur im Gesundheitssystem, ihre Existenz, sondern führen zur Plünderung gesamter Volkswirtschaften.

Aber was soll’s? Die Bürgen werden den Schaden schon begleichen… ¯\_(ツ)_/¯

 

 

Bildquelle: MicheleLovesArt

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