Fünf Mythen über das bundesweite Glühbirnenverbot

Von Agenda 21 Course
Übersetzung©: Andreas Ungerer

 

Von Amy Ridenour

11. Dezember 2011, NationalCenter.org
Als General Electric die Schließung der Glühlampenfabriken in Virginia, Ohio und Kentucky auf „eine Vielzahl von, die Normen für die Beleuchtungseffizienz maßgeblichen Energievorschriften“ zurückführte, ließ das PR-Team des Konzerns ein kritisches Detail außer Acht: General Electric und die Glühbirnenhersteller Phillips und Osram Sylvania hatten sich zuvor für diese Vorschriften stark gemacht.

Ignorieren Sie die Behauptung, das Glühbirnenverbot sei zur Bekämpfung der globalen Erwärmung verhängt worden. Das Motiv hinter dem Glühbirnenverbot ist Geld: Glühbirnen haben eine geringe Gewinnspanne.

Lassen Sie uns mit einigen anderen Mythen brechen.

Mythos Nr. 1: „Es gibt kein Glühbirnenverbot.“

Die effizienteste Lüge ist die, die einen Kern der Wahrheit in sich trägt, und das folgende Beispiel für diese Maxime beruht auf der Tatsache, daß nicht sämtliche Glühbirnen verboten sind, sondern nur jene, welche bei Amerikanern am meisten Verwendung finden.

1. Januar 2012: das Verbot für 100 Watt Glühbirnen tritt in Kraft

1. Januar 2013: das Verbot für 75 Watt Glühbirnen tritt in Kraft

1. Januar 2014: das Verbot für 60- und 40 Watt Glühbirnen tritt in Kraft

Im Jahr 2020 werden, neben anderen, auch Halogenbirnen, wie bspw. die Phillips EcoVantage verboten. Jene Glühbirnen werden oft als „Beweis“ angeführt, daß es gar kein Glühbirnenverbot gebe, da sie auch nach dem 1. Januar 2012 noch erhältlich seien. Die Hintermänner des Glühbirnenverbots räumen nur selten von sich aus ein, daß diese Glühbirnen ebenfalls verboten werden – nur eben ein wenig später.

Mythos Nr. 2: „Alternative Glühbirnen sind besser

Alternative Glühbirnen sind anders. Ob sie besser sind, hängt von den individuellen Bedürfnissen der Verbraucher ab.

Die meisten Alternativen zu herkömmlichen Glühbirnen verbrauchen weniger Energie und einige von ihnen deutlich weniger. Jedoch ist der Energieverbrauch nicht die einzige Anforderung, die ein typischer Verbraucher an sie stellt. Hier finden sich einige weitere:

  • Menschen, die zu Krampfanfällen neigen, sollten Energiesparlampen meiden, da ihr Flackern Krampfanfälle auslösen kann.
  • Alte Menschen haben oft Schwierigkeiten unter dem Licht von Leuchtstofflampen zu lesen.
  • Bei Menschen, die unter Lupus oder anderen Autoimmunstörungen leiden kann das Licht von Leuchtstofflampen zu extremen Hautausschlägen führen.
  • Da der Lichtkegel von LED-Lampen eher schmal ist, werden mehrere Lichtquellen zur Beleuchtung eines Raumes benötigt.
  • Das Licht von LED- und Leuchtstofflampen ist kühler als das von Glühbirnen und gibt Farben anders wieder. Nach dem Glühbirnenverbot in Europa, hagelte es Beschwerden von Kunstgalerien und Restaurants. Die Farben von Kunstobjekten wurden falsch wiedergegeben, und das Licht von LED- und Leuchtstofflampen ist unromantisch.

Mythos Nr. 3: “Alternativen zu Glühbirnen sind ebenso sicher.”

Nein. Leuchtstofflampen enthalten so viel Quecksilber, daß die Umweltschutzbehörde ein langwieriges, 10- bis 11-stufiges Verfahren zur Reinigung zerbrochener Leuchtstofflampen empfiehlt. Auch sollen die Verbraucher ausrangierte Glühbirnen bei speziellen Entsorgungszentrum abgeben, was die meisten Menschen jedoch wohl kaum tun werden. Wenn nun diese Glühbirnen unweigerlich in Mülltonnen oder Müllwagen zerbrechen, wird gefährliches Quecksilber freigesetzt.

Das in LED-Lampen enthaltene Blei und Nickel kann langfristig zu einem Gesundheitsrisiko werden, auch wenn eine defekte LED-Lampe keine unmittelbaren Schäden verursachen sollte.

Mythos Nr. 4: “Sie sparen Geld.”

Die meisten Alternativen verbrauchen weniger Energie, einige deutlich weniger, obwohl die Lampen im Vorfeld teuerer sind und nicht so lange halten, wie erwartet. Beispielsweise verkürzt häufiges Ein- und Ausschalten oder der Betrieb bei Frost oder der mit einem Dimmer die Lebensdauer von Leuchtstofflampen deutlich.

LEDs haben besonders hohe Vorlaufkosten, obwohl die Hersteller beteuern, daß deren Preis nach dem Verbot ihrer Hauptkonkurrenten sinken wird. Sie behaupten, daß ihr Preis bei höheren Verkaufszahlen sinkt, wobei andere sagen, daß dies nicht dem Gesetz von Angebot und Nachfrage entspricht.

Mythos Nr. 5: “Das Glühbirnenverbot schafft Arbeitsplätze.”

In China, ganz bestimmt. 75% aller Leuchtstofflampen werden in China produziert. Keiner der großen Leutstofflampenhersteller produziert in Amerika. Erst nachdem die letzte der noch in den Vereinigten Staaten verbliebenen Glühbirnenfabriken im Jahr 2010 geschlossen worden ist, hat die Washinton Post das Glühbirnenverbot gerügt.

Die Hintermänner des Verbots behaupten, daß durch das Verbot Arbeitsplätze bei der Forschung an LED-Lampen entstanden sind, jedoch wurden diese Arbeitsplätze mit Abermillionen der von Steuerzahlern aufgebrachten Forschungsgelder geschaffen und nicht durch das Verbot.

Verteidiger des Glühbirnenverbots behaupten, daß es den Menschen mit den Alternativen zu Glühbirnen besser gehe. Wäre die Öffentlichkeit derselben Meinung, hätte der Kongreß kein Verbot benötigt, um sie umzustimmen.

Wer kennt den Bedarf Ihres Haushalts besser: Sie oder die Abgeordneten?

Quelle: https://nationalcenter.org/ncppr/2011/12/11/five-myths-about-the-federal-incandescent-light-bulb-ban-by-amy-ridenour/