Vom Aufheben der Kultur – Teil 4: Soziale Gerechtigkeit, politische Korrektheit und die erwachende Herde

Von Kathleen Marquardt
Übersetzung©: Andreas Ungerer

Leben, Freiheit und das Streben nach Glück: Dieses Triptychon definiert kurz und bündig die Attraktivität und Überlegenheit der westlichen Zivilisation. ~ Ibn Warraq

 

14. Dezember 2020, American Policy Center
Wir befinden uns in einer Schlacht, in einer Schlacht des Verstandes, der Worte und des Verrats. Bald wird diese noch tödlicher werden als sie es jetzt bereits ist. Wir müssen diesen Krieg gewinnen, denn wenn wir verlieren, wird es keinen Platz für einen Neuanfang geben. Der Verlust wird nicht nur aus Häusern und Menschenleben bestehen, sondern droht die Flamme der Freiheit auf der gesamten Welt zu ersticken.

Während wir diesen asymmetrischen Krieg führen, müssen wir unsere Moral bewahren, was nicht einfach sein wird, weil unsere Gegner uns tot sehen wollen, mitsamt unseren Ideen und Idealen vom Antlitz der Erde ausgelöscht und entfernt. Wie sehr doch der Kulturmarxismus unsere Kultur und Weltanschauung von Vernunft und Logik, von der westlichen Kultur, zum Humanismus, von der individuellen Freiheit zu Kommunitarismus und Sklaverei verändert hat.

 

Vier gute und zwei schlechte Beine

Wie ich im ersten Teil dieser Serie erklärt habe, ist politische Korrektheit der moderne Begriff für Kulturmarxismus. Auch ist sie eines der für die Errichtung des Totalitarismus zur Kontrolle der Welt durch die hegelsche Dialektik verwendeten Hauptwerkzeuge. Die Voraussetzung ist, daß das Proletariat gut und die Bourgeoisie schlecht ist, und daß die globalen Marxisten zwingend die Macht übernehmen – um alles zu kontrollieren, was sowohl die Vernichtung des Bürgertums, der kleinen Unternehmen und der produzierenden Menschen als auch die Abschaffung von Eigentumsrechten sowie individuellen Freiheiten bedeute  Die Kulturmarxisten wollen die Welt nicht besitzen, sondern nur Macht über sie erlangen. Und die soziale Gerechtigkeit wird einen langen Weg gehen, um ihnen diese Macht als Gegenpol zu geben. Sie ist ein Werkzeug, um die Regierung anzugreifen und um die Rechte und Freiheiten zu verwässern, die wir nach Jahren des Kahlschlags noch bewahren konnten.

 

Dekonstruktion und Kritische Theorie

Wir beobachten bereits seit Jahrzehnten einen grundlegenden Abriss der Gesellschaft. Wir beobachten den Ersatz objektiver Wahrheiten durch subjektive Wahrheiten (die sich je nach politischen Wetter ändern). Es ist jene Zerstörung, die Jacques Derrida, ein in der Gegenkultur-Szene der 60er populärer,  bekannter algerisch-französischer Philosoph,  als „Dekonstruktion“ der westlichen Werte bezeichnet hat. Er schrieb: „In der westlichen Kultur neigen die Menschen dazu, ihre Gedanken in Form binärer Gegensätze zu fassen und auszudrücken (weiß/schwarz, männlich/weiblich, Ursache/Wirkung, bewußt/unbewußt, Anwesenheit/Abwesenheit, Sprache/Schrift). Bei dictionary.com sagen die Dekonstrukteure jedoch, daß wir „alle traditionellen Annahmen über die Fähigkeit der Sprache, die Realität zu repräsentieren, in Frage stellen und betonen müssen, daß ein Text keine stabile Referenz oder Identifikation hat, weil Wörter im Wesentlichen nur auf andere Wörter verweisen, weshalb sich ein Leser einem Text nähern muß, indem er alle metaphysischen oder ethnozentrischen Annahmen durch eine aktive Rolle der Bedeutungsdefinition eliminiert, manchmal durch einen Rückgriff auf neue ‚Wortkonstruktionen‚, Etymologie, Kalauer und andere Wortspiele“. Mit anderen Worten: Kauderwelsch funktioniert genauso gut wie und sogar besser als Logik.

Die Kritische Theorie* verwendet, wie alles Marxistische, den moralischen Relativismus als Grundlage für alle Urteile; sie besteht darauf, dass alles nur relativ zu einem bestimmten Zeitpunkt wahr oder falsch ist (und sich zu verschiedenen Zeiten sogar widersprechen kann). Sie lehnt die Existenz universeller Prinzipien ab, und behauptet, daß Geschichte auschließlich die der Unterdrückung ist, weshalb es zwingend notwendig sei, den Status quo sowie alle gesellschaftlichen Normen und Regeln niederzureißen. Alles in unserer Weltanschauung – unsere traditionellen Konzepte von richtig und falsch, die Gesellschaft, die sozialen Institutionen – sei falsch und müsse zerstört werden, um die Welt für das Proletariat, das im besten Fall aus den herrschenden marxistischen Globalisten dienenden Idioten besteht, zu einem sicheren Ort zu machen. Der einzige Grund ihrer Existenz besteht in Vernichtung und nicht im Aufbau. Es geht um einen Klassenkampf gegen die bestehende Machtstruktur von Freiheit und Eigentum. Es soll keine politischen Parteien geben, keine Wahlen, keine zweigliedrigen Gesetzgebungsorgane, sondern nur eine einzige marxistische Elite.

Soziale Gerechtigkeit*, wie sie von Dr. David Randall, PhD, in seinem Bericht „Social Justice Education in America„* mit folgenden Worten gut beschrieben wird, „Gerechtigkeit beurteilt traditionell frei gewählte individuelle Handlungen, aber soziale Gerechtigkeit beurteilt, wie weit die Verteilung wirtschaftlicher und sozialer Vorteile unter sozialen Gruppen davon abweicht, wie sie verteilt werden ’sollten‘.“ … (sie) rechtfertigt die Ausübung der staatlichen Zwangsgewalt zur „gerechten“ Verteilung von Gütern wie Bildung, Arbeit, Wohnung, Einkommen, Gesundheitsversorgung, Freizeit, wohltuender Umwelt, politischer Macht, Eigentum, sozialer Anerkennung und Reichtum.“ Umverteilung bedeutet, daß der Staat den Produzierenden etwas wegnimmt, um die Unterstützung der Nicht-Produzierenden zu erkaufen, was schließlich den Anreiz der Produzenten zum Produzieren zerstört und Armut für alle schafft; das ist es, was sie Gleichheit nennen – gleich arm.

Dies steht offensichtlich im Widerspruch zu den Werten, an denen wir Amerikaner festhalten, und die Verfassung wurde geschrieben, um an ihnen festzuhalten. Das ist Kulturmarxismus. Dr. Randall erklärt, daß diese Werkzeuge, soziale Gerechtigkeit, politische Korrektheit etc., Teil eines „… Prozesses sind, der die ständige, schrittweise Veränderungen unserer Kultur durch ihre Institutionen erfordert, welche auch die Veränderung der Bedeutung von Begriffen und deren Bedeutung umfaßt.“ Sprich Neu-Sprech.

Die Kritische Rassentheorie geht davon aus, daß Weiße Rassisten und Unterdrücker und Schwarze die Unterdrückten sind, dies durch die gesamten Geschichte der Vereinigten Staaten deren Lebensinhalt der gewesen ist, welcher sich dort in jedem gesellschaftlichen Aspekt – sozial, politisch und wirtschaftlich – äußert. Weißsein, so ein Beitrag in Psychology Today*, ist eine „erzwungene Gruppenzugehörigkeit, die durch die Unterdrückung farbiger Menschen entstanden ist. Und es verursacht psychologischen und geistigen Schaden bei Weißen, genauso wie es Nicht-Weißen schadet.“ Weiße können ihr „Weißsein“ nur ablegen, indem sie ihren Status der Unterdrücker ablegen, bewußt antirassistisch werden und von anderen Weißen ausgehende reale „und wahrgenommene Manifestationen weißer Privilegien oder weißen Rassismus‘ bekämpfen“, so die emeritierte Politikwissenschaftlerin Dr. Carol Swain.

In ihrem Artikel* “Kritische Rassentheorie und der Verfall der amerikanischen Justiz” hebt Swain hervor:

Zu den Taktiken der kritischen Rassentheoretiker gehören Beschämung, Zerstörung von Eigentum, Gewalt und Verleugnung von Wissenschaft und Fakten zugunsten von emotionalen Ausbrüchen und Chaos. Heute sehen wir dies am deutlichsten in den Aktionen von Gruppen wie Black Lives Matter und Antifa, die voll von rücksichtslosen Kriegern für sozialen Gerechtigkeit sind. Die kritische Rassentheorie, die einst vor allem auf den Universitätscampus beschränkt war, hat den Campus verlassen und ist mittlerweile ein fester Bestandteil von Unternehmen, Regierungsbehörden auf Landes-, Kommunal- und Bundesebene, Kirchen und anderen Institutionen. Es ist eine soziologische Pandemie, die das Ziel hat, Amerika zu zerstören.

Der Mathematiker, Autor und Kulturkritiker James Lindsay gibt in seinem Buch Cynical Theories: How Activist Scholarship Made Everything about Race, Gender, and Identity – and Why This Harms Everybody eine anschauliche Definition für den Begriff Wokeness*. Es „ist eine Verschmelzung der kritischen Theorie-Schule des Neomarxismus als Form der Identitätspolitik und des radikalen Aktivismus mit einer sehr speziellen Weltsicht, welche die Welt in Befreier gegen Unterdrücker oder Unterdrückte gegen Unterdrücker“ unterteilt. Sie verbindet das, so Lindsay, mit der postmodernen Theorie, die besagt, daß „alle Anwendungsbereiche der Wahrheit eigentlich die Anwendungen von Politik mit anderen Mitteln sind. Mit anderen Worten, die Wahrheit ist formbar, basierend auf Macht und darauf, wer die Deutungshoheit über den Begriff Wahrheit innehat. Tatsächlich wird hierbei die Wahrheit durch meine eigene Wahrheit ersetzt.“

Wenn Sie, nicht zum ersten Mal, das Gefühl haben, daß Sie schon wieder in Alices Kaninchenbau gefallen sind, sind Sie nicht allein. Es ist schwer, nein, unmöglich für einen logisch denkenden Menschen, sich dieses Geschwätz anzutun. Nur hirnlose Drohnen könnrn dieses Gefasel von sich geben. Aber es ist Gefasel, das dazu entworfen worden ist, um das Individuum gemeinsam mit der Verfassung und dem Christentum auszulöschen. Und, besonders in jüngster Zeit greift es zunehmend und gegen nur geringen Widerstand um sich.

Jarret Stepman von der Daily Signal merkt an, daß „Wokeness“zur Nomenklatur für die Ideologie oder Mentalität der radikalen linken Aktivisten auf College-Campus, bei Protesten, und in den sozialen Medien geworden ist. Aber Wokeness ist nicht allein auf eine Handvoll Aktivisten beschränkt. Es wird zu einer vorherrschenden Denkweise an amerikanischen Arbeitsplätzen, als Methode zur Förderung des „Antirassismus“ sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich. Angela Sailor, Vizepräsidentin des Feulner-Instituts bei der Heritage Foundation*, sagte*, daß „allgegenwärtige Trends unter dem Deckmantel der Gleichheit das Diversity-Training in der Regierung sowie in Unternehmen und Schulen destruktiv, polarisierend und gefährlich machen.“

Die oben genannten Werkzeuge werden je nach Bedarf, allein oder zusammen, eingesetzt, um unseren traditionellen Glauben an die individuelle Freiheit und das Konzept des Privateigentums dahinzuraffen – jene Dinge, die unsere Gesellschaft zusammenhalten – jüdisch-christliche Traditionen, die wirtschaftliche Freiheit fördern. Universelle Wahrheiten sind ein Anathema für den Kulturmarxismus, der dabei ist, den Klassenkampf zu schüren, wobei nur die westliche Kultur ins Visier genommen wird. Wenn sie die westliche Zivilisation zerstören, gehört die Welt ihnen.

Wie werden wir diesem Mißstand begegnen? Derzeit beginnen wir damit, darauf hinzuweisen, sobald wir ihn erkennen. Wir müssen jene beschämen und in Verlegenheit bringen, die diese Dinge tun, ob sie als Einzelpersonen oder in Gruppen auftreten. Das ist eines jener Dinge, für die wir wir unsere eigenen Nachrichtenkanäle benötigen.

Als nächstes werden wir unsere Städte und Gemeinden zurückerobern, indem wir Einsatzgruppen aufbauen, um die bestehenden Gesetze und Vorschriften nach der Agenda 21 entsprechenden, marxistischen oder anderweitig verfassungswidrigen Inhalten zu durchsuchen und sie aufheben zu lassen. Das alles ist keineswegs einfach, aber für den Erhalt unserer Republik und der Freiheit absolut notwendig.

*******

Kathleen Marquardt verficht seit Jahrzehnten das Recht auf Eigentum und Freiheit. Obwohl sie nicht beabsichtigt hat, Aktivistin zu sein, ist sie zur Führungspersönlichkeit und einer eifrigen Verfechterin der verfassungsmäßigen Rechte, Förderin der Zivilisation, der gesunden Wissenschaft und der Vernunft geworden. Sie widmet sich der Aufdeckung der Irrtümer der radikalen Umwelt- und Tierschutzbewegungen und ihre Arbeit wurde in landesweit veröffentlichten Publikationen wie Fortune und People, der Washington Post und Field and Stream, sowie in Fernsehnachrichtenprogrammen wie Hard Copy, The McLaughlin Group, Geraldo und vielen anderen vorgestellt. Heute dient sie als Vizepräsidentin des American Policy Center. Kathleen schreibt und spricht jetzt über die Agenda21/2030 und deren Bedrohung für unsere derzeitige Kultur und das System der repräsentativen Regierung.

 

3 Antworten zu “Vom Aufheben der Kultur – Teil 4: Soziale Gerechtigkeit, politische Korrektheit und die erwachende Herde”

  1. Die Bundeskanzlerin führt gerade den Stalinismus in Deutschland ein, die Mehrheit der Menschen wissen nicht was Stalinismus bedeutet da den meisten Menschen das Denken abgenommen worden ist, bis auf die drei Grundbedürfnisse, fressen; saufen; Sex oder Fußball, können keine Bedürfnisse für eine Veränderung der Situation aufkommen. Diese ist politisch gewollt und zusätzlich werden die Prolos durch die Medien mit Werbemüll zugeschüttet.

Kommentar verfassen