Vom Aufheben der Kultur – Teil 2: Das Entstehen des Zweiten Prähistorischen Zeitalters

Von Kathleen Marquardt
Übersetzung©: Andreas Ungerer

28. Oktober 2020, American Policy Center
In meinem vorangegangenen Artikel mit dem Titel Kurze Einführung in „Die Aufhebung der Kultur“ ging es um folgende Frage:

Warum die sowohl die westliche Kultur als auch das Christentum vernichtet werden soll? Die Kultur des Westens steht für die auf Verstand und Logik basierenden, gerechten und vorurteilslosen Aspekte unserer Welt. Aus der westlichen Kultur entstand die Verfassung der Vereinigten Staaten, der Rahmen der Nation. Und die religiösen Traditionen des Christentums, insbesondere die zehn Gebote, sind die grundlegenden Pfeiler der Kultur des Westens, Antonio Gramsci, beispielsweise, schrieb in seinen Gefängnisheften: „Jedes Land, das auf jüdisch-christlichen Werten gegründet ist, kann erst überwältigt werden, wenn diese Wurzeln gekappt worden sind … Der Sozialismus ist genau die Religion, welche das Christentum überwältigen muß … in der neuen Ordnung wird der Sozialismus dadurch siegen, daß er die Kultur zunächst durch die Unterwanderung der Schulen, Universitäten, Kirchen und der Medien einnimmt, um das Bewußtsein der Gesellschaft zu transformieren.“ Das scheint mir eine sehr offensive Antwort zu sein.

Wie erleben wir nun auf dem Boden der (gerade noch) aufrecht stehenden guten alten USA die Aufhebung der Kultur in Aktion?

  • Obwohl Unruhen Städte und Menschenleben zerstören, werden diese als friedliche Proteste bezeichnet. Alte Filme, wie Vom Winde verweht, werden nun „wegen Rassismus“ abgesetzt.
  • Universitätsprofessoren verlieren ihre Arbeit, weil sie die wahrheitsgemäße Geschichte lehren, anstatt der der Sozialen Gerechtigkeit entsprechenden, politisch korrekten Version.
  • Arbeitgeber (und Arbeitgeber) verlieren ihre Arbeit, weil sie wegen ihrer – bis zu dreißig Jahren zurückreichenden – Äußerungen oder Handlungen von irgend jemand denunziert worden sind. Sie werden gebrandmarkt, um gekündigt und nicht um bestraft zu werden.
  • Fachhochschulen und Universitäten werden von einem ignoranten Mob „gezwungen“, Gebäude umzubenennen. Die Umbenennung der Institutionen selbst wird der nächste Schritt sein. Viele Elfenbeitürme der „Hochschulbildung“ bieten bereits mehr Kurse über soziale Gerechtigkeit an, als ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft jemals belegen möchte oder muß. Viele selbst der prestigeträchtigsten Universitäten sind zu teuren und affektierten Laufställen für die Kinder der Elite verkommen.
  • Denkmäler werden abgerissen, weil sie kritische Perioden und Persönlichkeiten unserer Geschichte darstellen. Diejenigen, die sie niederreißen, unterscheiden nicht zwischen freiheitsliebenden Menschen, und solchen, die die Werte der Kulturzerstörer gefördert haben, wie Margaret Sanger und Robert Byrd.
  • Selbst Militärstützpunkte werden zum Ziel der Umbenennung.
  • Kolumnisten und Autoren im Allgemeinen, die nicht die politisch korrekte, kulturmarxistische Linie vertreten, verlieren ihre Arbeit.
  • Wer immer den angegriffenen Personen und Institutionen beisteht, wird dann selbst angegriffen. Auf diese Weise sollen andere davon abhalten werden, es zu wagen, für die Angegriffenen einzutreten, und sie dazu bringen, dafür zu beten, daß in ihrer Vergangenheit ja nichts gefunden wird, was einen Angriff gegen sie selbst auslösen könnte. Als für seine Haltung zur globalen Erwärmung oder zum Niederbrennen von Städten bekannter Hardcore-Linker werden Sie als Held gefeiert. Als solcher können Sie selbst eine politisch unkorrekte Aussage machen oder Ansicht vertreten, ohne gleich niedergemacht zu werden – aber nur dieses eine Mal. Und sein Sie vorsichtig, denn unter der Herrschaft der sozialen Gerechtigkeit können „Insider“ schneller schnell zu „Outsidern“ werden als sich das Klima ändert. Beim Aufheben der Kultur geht es um die totale Zerstörung der westlichen Zivilisation und deren Ersatz durch ein korruptes, abgestürztes Gegenstück.

Diese Vorgehensweise entstammt den tiefen Abgründen der Zivilisation, wo übelgesinnte, verdummte Randelemente der Gesellschaft dazu ermutigt werden, diese Stück für Stück und Person für Person in Stücke zu schlagen.

Deren öffentliche Ächtung soll dazu ermutigen Nachbarn oder Menschen, denen man in Geschäften, in der Schule oder auf der Arbeit begegnet zu beschimpfen. Und hierbei geht es nicht darum, deren Fehler oder ihr Verhalten zu korrigieren, sondern darum, an jenen Vergeltung zu üben, die nicht wachsam genug sind, die jedoch oftmals genau wissen, was tatsächlich vor sich geht. Es geht darum, jene, die sich der Umstände bewußt sind, zu vernichten, und jene, die sich über den Untergang ihrer Welt nicht im Klaren sind, zu guten kleinen marxistischen Soldaten zu erziehen. Sie müssen weder den Marxismus noch irgend etwas diesbezügliches verstehen, sondern ausschließlich ihr Maul halten, Befehle befolgen und bereit sein, ihr Leben zum Wohle der Gemeinschaft zu verlieren. Sie müssen nicht verstehen, daß das Wohl der Gemeinschaft in diesem Zusammenhang nur bedeutet, daß alles (und selbst ihre Seelen) der Elite gehört, jedoch haben sie, wann immer ein paar Krümel für sie abfallen, für immer dankbar zu sein.

Viele übersehen die Hauptbeteiligten bei der Aufhebung der Kultur: die Bürgermeister und Befehlshaber im ganzen Land, die Kirchen und Synagogen wegen COVID schließen. Moscheen werden nicht geschlossen, ebensowenig wie Hexenzirkel oder buddhistische Tempel. Aber das ist völlig verständlich – Judentum und Christentum sind die Säulen der westlichen Kultur und damit die Hauptziele beim Aufheben der Kultur.

Wie ich in dem Einführungsartikel betont habe, wurde die hegelsche Dialektik zu einem Werkzeug umgewandelt, das uns zur Akzeptanz des Kommunismus als das A und O der Zivilisation bewegen soll. Er soll der Beginn der wirklichen Kultur, „des Zweiten prähistorischen Zeitalters“ sein.

In seinen Gefängnisheften hat Antonio Gramsci darüber theoretisiert, daß dominante Gruppen ihre Position mit einer Mischung aus purer Gewalt (Zwang durch die Staatsgewalten) und, noch wichtiger, der aktiven Beteiligung der untergeordneten Gruppen (Zustimmung über die Vormachtstellung in der Zivilgesellschaft) erhalten. Diese untergeordneten Gruppen werden heutzutage als mit den Vereinten Nationen kooperierende Nichtregierungsorganisationen (NGOs) geführt, welche sämtliche kommunalen und staatlichen Regierungen infiltriert haben und die Pläne zur Errichtung ihres neuen Staates vorantreiben. Es handelt sich um nützliche Idioten, deren Arbeit nicht nur gegen unser, sondern auch gegen ihr eigenes Wohlergehen gerichtet ist und den Verlust der Freiheit bezweckt.

In seinem Beitrag für das Millenium: Journal of International Studies beschrieb Robert W. Cox einen ‚Stellungskrieg‘ prägnant als Prozeß der „langsam starke soziale Grundlagen für den Aufbau eines neuen Staates errichtet“, indem alternative Institutionen und alternative intellektuelle Ressourcen innerhalb der bestehenden Gesellschaft geschaffen werden, sprich NGOs und das Bildungssystem.

Die Anwendung von Zwang im Herrschaftsprozeß ist die Domäne dessen, was er die „politische Gesellschaft“ nennt, d.h. „die Streitkräfte, die Polizei, die Gerichte und die Gefängnisse, zusammen mit allen Verwaltungsabteilungen, die sich mit Steuern, Finanzen, Handel, Industrie, Sozialversicherung usw. befassen“. Nach Gramscis Ansicht sind diese jedoch nur ein Teil des staatlichen Herrschaftsrahmens. Tatsächlich besteht die Rolle der politischen Gesellschaft, des „Apparats der staatlichen Zwangsgewalt“, darin, „die Disziplinierung jener Gruppen durchzusetzen, die ihre Zustimmung ‚verweigern'“.

Die Marxisten haben bereits die Kontrolle über den größten Teil der politischen Gesellschaft, nämlich über die Alphabetisierungs-Agenturen, die Gerichte, die Gefängnisse und die bereits erwähnten Verwaltungsabteilungen übernommen. Auch kontrollieren sie den größten Teil des Kongresses sowie viele Länderkammern und Stadtverwaltungen.

Wenn es unsere Absicht ist, in naher Zukunft eine intelligente Zivilisation schaffen, müssen wir, die Vereinigten Staaten von Amerika, den Kampf zur Rettung der westlichen Kultur aufnehmen. Während der Rest der Welt ziemlich weit unten auf Hayeks* Weg zur Knechtschaft* angelangt ist, gibt es Anzeichen, die mich ermutigen, daß es immer noch viele Menschen auf der Welt gibt, die sich erheben werden, wenn wir ihnen zeigen, daß unsere Zivilisation gerettet werden kann – hier nur einige Beispiele: Hongkong, wo die Demonstranten die Verfassung der Vereinigten Staaten hochhielten, unsere Flagge schwenkten und unsere Nationalhymne sangen. Schauen Sie sich die Hunderttausend Menschen in Frankreich und Deutschland an, die auf die Straßen gingen, und schauen Sie sich die Trump-Kundgebungen in England an. Wir werden immer noch von vielen Menschen in der Welt bewundert – für unsere Freiheitsliebe.

Stellen Sie sich die Reaktion der Kolonisten vor, als Sam Adams* rief: „WIR WERDEN GEGEN DEN KÖNIG REVOLTIEREN!“

Auf geht’s!

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Kathleen Marquardt verficht seit Jahrzehnten das Recht auf Eigentum und Freiheit. Obwohl sie nicht beabsichtigt hat, Aktivistin zu sein, ist sie zur Führungspersönlichkeit und einer eifrigen Verfechterin der verfassungsmäßigen Rechte, Förderin der Zivilisation, der gesunden Wissenschaft und der Vernunft geworden. Sie widmet sich der Aufdeckung der Irrtümer der radikalen Umwelt- und Tierschutzbewegungen und ihre Arbeit wurde in landesweit veröffentlichten Publikationen wie Fortune und People, der Washington Post und Field and Stream, sowie in Fernsehnachrichtenprogrammen wie Hard Copy, The McLaughlin Group, Geraldo und vielen anderen vorgestellt. Heute dient sie als Vizepräsidentin des American Policy Center. Kathleen schreibt und spricht jetzt über die Agenda21/2030 und deren Bedrohung für unsere derzeitige Kultur und das System der repräsentativen Regierung.

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