Dichtung und Wahrheiten

„Pfaffenfreuden“
inspiriert vom Humor des Heiligen Geistes als Reaktion auf diese Zeilen
aus dem hiesigen Anzeigenblatt

Begeistert legt der Gottesmann
statt des Talars den Mundschutz an.

Anstatt zu eingen die Gemeinde,
erklärt er jene dort zum Feinde,
die mutig, wie sein Glaubensgründer,
eben wie wahre Gotteskinder,
sich dem Bösen widersetzen,
ohne andere aufzuhetzen.

Der Gottesmann, der Schein-Gerechte
steckt tief im Enddarm jener Mächte,
die gieren nach dem schnöden Mammon,
anstatt nach seines Buches Kanon.

Gemeinsam mit des Satans Kindern
will er die Schäfchen tüchtig plündern.
Mit Lug und Trug sich schadlos halten,
um dann den Reichtum zu verwalten.

Sein Kirchenhaus wird leer und leerer.
Der Pfaffe denkt, „Es muß noch mehr her!“
Die Gier in ihm wird immer größer
Am Horizont erscheinen Rösser.

Und es sind sieben an der Zahl.
War da nicht irgendwas einmal?
Auf ihnen sitzen sieben Reiter.
Sie kommen näher – das wird heiter.

Von Ferne tönt eine Posaune.
Noch hat der Pfaffe gute Laune.
Läßt freien Laufe seinem Drang
nach Wein, Weib, Kindern und Gesang.

Da öffnet sich des Himmels Pforten,
nach ihm geworfen werden Torten.
Der Pfaffe denkt, „was soll denn das?
Hatt‘ ich doch grad noch so viel Spaß.“

Drauf stürzt er mit viel Hei-tei-tei
in ein Basiliskenei…

¯\_(ツ)_/¯

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