Der im Jahr 2001 angestrengte Krebsprozeß wird nun endlich vor Gericht gehen

Von Arthur Firstenberg
Übersetzung©: Andreas Ungerer

17. März 2021, Cell Phone Task Force
In den Jahren 2001 und 2002 haben Michael Patrick Murray und fünf weitere Personen, die alle an Hirntumoren unterhalb jener Stelle erkrankt waren, an der sie ihre Handys gehalten hatten, die Telekommunikationsindustrie auf Schadensersatz verklagt. In den Jahren 2010 und 2011 schlossen sich sieben weitere Opfer von Hirntumoren dem Fall als weitere Kläger an.

Unter den Beklagten befinden sich die größten Konzerne der amerikanischen Telekommunikationsindustrie: Verizon, Sprint, AT&T, T-Mobile, Bell South, Bell Atlantic, Motorola, Qualcomm, Samsung, SONY, Sanyo, Nokia, die CTIA, die FCC und Dutzende anderer Telekommunikationsunternehmen.

Durch umfangreiche Manöver und Verzögerungstaktiken seitens der Beklagten ist dieser bedeutsame Fall zwanzig Jahre lang wie ein Ping-Pong-Ball von Gericht zu Gericht hin und her geprallt. Er ging vom D.C. Superior Court zum U.S. District Court, von da aus zum District of Columbia, und weiter zum U.S. District Court für den District of Maryland, wieder zurück zum D.C. Superior Court, nun zum D.C. Court of Appeals und zurück zum D.C. Superior Court wieder zurück zum D.C. Court of Appeals und noch einmal zurück zum D.C. Superior Court.

In diesem Sommer wird der Fall Murray vs. Motorola, obwohl viele der Kläger längst nicht mehr am Leben sind, nun endlich vor Gericht gehen. Vom 12. bis 23. Juli 2021 sollen Sachverständige vor dem Richter Alfred S. Irving aussagen. Wenn der Richter entscheidet, daß die Zeugen hierfür qualifiziert sind, werden sie später vor einer Jury aussagen.

Die Zeugen der Anklage sind unter anderem:

  • Dr. Igor Belyaev*, Gehirnspezialist am Cancer Research Institute bei der Slovak Academy of Science
  • Dr. Michael Kundi*, Professor an der Medizinischen Universität Wien und ehemaliger Leiter von deren Institut für Umwelthygiene
  • Dr. Abraham Liboff*, Professor Emeritus für Physik an der Oakland University in Rochester, Michigan
  • Dr. Wilhelm Mosgöller*, außerordentlicher Professor am Institut für Krebsforschung der Medizinischen Hochschule Wien.
  • Dr. Dimitris Panagopoulos*, Gründer des Labors für Strahlenschutz und Biophysik an der Universität Athen
  • Dr. Laura Plunkett*, Toxikologin und leitende Beraterin bei der Gesellschaft für Integrative Biostrategien in Houston, Texas
  • Dr. Christopher Portier*, leitender Berater des Umweltprogramms der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und ehemaliger Direktor des Nationalen Zentrums für Umwelthygiene an den Centers for Disease Control.

Dr. Portiers Bericht ist dem Gericht am 1. März 2021 zugestellt worden.

DER BEGINN DER HEILUNG

Der bis dato auf Sparflamme köchelnde Fall Murray konfrontiert uns mit einer Frage, die alle Richter, Gerichte, Telekommunikationsunternehmen und die Öffentlichkeit zwei Jahrzehnte lang vermieden haben zu stellen. Aber die Zeugenaussagen, die wir im Juli von den angesehensten Experten der Welt zu hören bekommen, werden sich direkt mit ihr befassen: Welche Auswirkungen haben die Mobiltelefone in unseren Händen auf unserer Körper und unsere Umwelt?

Wurde unsere Aufmerksamkeit von dem abgelenkt, worauf wir sie hätten richten müssen?

Es gibt weltweit etwa 14 Milliarden Mobilfunkgeräte, von  denen jedes Mikrowellen mit einer Leistung von bis zu 2 Watt ausstrahlt, was einer Gesamtleistung von 28 Milliarden Watt entspricht.

Außerhalb Chinas wurden etwa 3 Millionen 4G-Mobilfunkmasten errichtet, von denen jeder bis zu einigen Hundert Watt Mikrowellenstrahlung emittiert, was einer Gesamtleistung von 1 Milliarde Watt entspricht. In China selbst gibt es 6 Millionen weitere 4G-Masten, was diese Leistung um 1-2 Milliarden Watt erhöht.

Stammt die meiste Strahlung nun von Mobiltelefonen oder Mobilfunkmasten? Was ist die Hauptursache des Vogel- und Bienensterbens, Mobiltelefone oder Mobilfunkmasten? Stammen die Strahlungswerte, die Sie an Ihrem Wohnort messen von den vielen Telefonen oder von den Masten Das hängt davon ab, wo Sie leben.

Der Hauptunterschied zwischen Telefonen und Masten besteht darin, daß Telefone gleichmäßig in alle Richtungen abstrahlen, während Türme den Großteil ihrer Strahlung entlang des Bodens bündeln. Dies kann die effektive Leistung eines Mobilfunkmastes am Boden um den Faktor 30 oder mehr vervielfachen. Aber selbst das reicht nicht aus, um die durchschnittliche Strahlung aller Mobilfunkmasten auf dem größten Teil der Erde über die durchschnittliche Strahlung aller Mobiltelefone zu erhöhen. Und selbst hoch in der Luft, oberhalb der Hauptstrahlen der Mobilfunkmasten, kann die Strahlung der Telefone für Vögel und Insekten höher sein als die der Masten.

Wie wir im Juli hören werden, schädigen Mobiltelefone die DNA, verändern die Struktur von Proteinen, beeinflussen das Zellwachstum, schädigen Spermien, verursachen spontane Schwangerschaftsabbrüche, stören Gedächtnis und Lernfähigkeit, schädigen die Blut-Hirn-Schranke, verändern die Gehirnwellen, stören den Schlaf, beeinflussen das Immunsystem, verändern den Stoffwechsel, stören die Entwicklung, schädigen Gewebe und Organe und verursachen Krebs. Welche Folgen haben Mobiltelefone also auf unsere Welt?

Sie mögen einwenden, daß die Antennen auf den Masten doch so viel größer sind, als die in den Telefonen. Deren Größe ist hierbei jedoch nicht maßgeblich. Die besondere Größe der Antennen an Masten ermöglichen diesen, ihre Strahlung entlang des Bodens anstatt in den Himmel zu fokussieren.

Sie mögen sagen, daß die Türme pausenlos strahlen, während Mobiltelefone das nicht tun. Das jedoch entspricht nicht der Wahrheit. wären sämtliche Telefone ausgeschaltet, würde die Masten ausschließlich genügend Strahlung emittieren, um ihren Standort zu übermitteln. Und selbst wenn Sie meinen, daß Ihr Mobiltelefon komplett ausgeschaltet ist, sind dessen Resonanzkreisläufe nach wie vor mit dessen Batterie in Kontakt, was deren Umgebung weiterhin beeinflußt.

Sie mögen sagen, daß Ihr Telefon mit einer einzigen Frequenz sendet, während es bei den Türmen Hunderte sind, wenn Hunderte Telefone über sie kommunizieren. Die Gesamtstrahlung und die Anzahl sämtlicher Frequenzen aller Mobiltelefone und Türme ist in etwa dieselbe.

Worunter leiden Menschen mehr und was ist umweltschädlicher? Mobilfunktelefone oder Mobilfunkmasten?

Wir alle können die Erfahrung machen, daß unsere Strahlensensibilität mit der Höhe zunimmt, was zum Teil daran liegt, daß Mobilfunkmasten oft auf Gipfeln von Hügeln und Bergen stehen. Aber es liegt auch an Funktürmen und Radarstationen, die ihre Energie nicht am Boden entlang bündeln. Wetter-Radar. Flugsicherungsradar. Radaranlagen für den Zivilschutz. Auch deren Anzahl steigt und sie werden immer leistungsfähiger und ausgefeilter, wobei sie alle zur Zerstörung der Erde beitragen. Auch Mobilfunkmasten tragen dazu bei, aber es ist ein Fehler, diesen hieran die Schuld zu geben, während Sie selbst ein Handy in der Hand halten oder eines in Ihrem Wohnung haben.

Vor nur 25 Jahren hat kein normaler Mensch einer anderen Art oder anderen Menschen während eines Spaziergangs Schaden zugefügt. Heutzutage ist jeder Mensch eine Strahlenquelle, wohin auch immer er oder sie geht.

Ich habe diesen Aufsatz auf 4G beschränkt, weil 5G das Bild noch verändert. Aber so groß, wie Sie vielleicht denken, ist diese Veränderung nun auch wieder nicht. Bei 5G kommunizieren Masten und Telefone mit schmal gebündelter Strahlung, was die tatsächliche Leistung der Masten ebenso wie die der Telefone um mehr als das 10-fache erhöht, wenn Sie sich gerade in deren Strahlungsbereichen befinden. Das bedeutet jedoch auch, daß die Benutzung eines Mobiltelefons sowohl allen Menschen oder Tieren in dessen unmittelbarer Umgebung als auch sämtlichen Vögeln und Insekten, die sich zwischen Telefon und Mast bewegen mehr Schaden zufügt als jemals zuvor. Und da es Milliarden an Mobiltelefonen auf der Erde gibt, ist das für alle Lebewesen die sich durch die Luft bewegen fatal. Nicht weil die Masten pausenlos senden, sondern weil zum Ziel dermaßen vieler Mobiltelefone werden

Der verstorbene Pelda Levey, einer der Mitgründer der Cellular Phone Task Force, hatte einen eigenen Witz über Mobiltelefone: „Über Mobiltelefone gibt es sowohl gute als auch schlechte Nachrichten. Die schlechte ist, daß Mobiltelefone Hirntumore verursachen können. Die gute ist, daß sie jederzeit den Notruf anwählen können, wenn sie sie kommen spüren.“

Den Notruf anzuwählen wird die Erde nicht retten. Vielleicht jedoch die Entsorgung Ihres Mobiltelefons.

Arthur Firstenberg
P.O. Box 6216
Santa Fe, NM 87502
USA
phone: +1 505-471-0129
Die letzten 14 Newsletter, einschließlich diesem, stehen auf der Newsletter-Seite der Cellular Phone Task Force zu Download und Verbreitung bereit. Einige von ihnen wurden auch auf deutsch, spanisch, italienisch und ins Französische übersetzt.

Quelle: https://www.cellphonetaskforce.org . . .

2 Antworten zu “Der im Jahr 2001 angestrengte Krebsprozeß wird nun endlich vor Gericht gehen”

  1. Besten Dank für die Übersetzung!

    war einer Gesamtleistung von 28 Milliarden Watt entspricht.

    was

    „Die besondere Größe der Antennen an Masten ermöglichen diesen ihre Strahlung entlang des Bodens anstatt in den Himmel zu fokussieren.“

    Das ist aber bei 5G mit MIMO- & Beamforming-Tech anders. Details unter gigaherz.ch

    wären sämtliche Telefone ausgeschaltet, würde die Masten

    Wären & würden

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