Das elende Scheitern des Weißen Nationalisten William L. Pierce

 

Von Jonas E. Alexis
Übersetzung©: Andreas Ungerer

25. Februar 2022, Veterans Today
In der Vergangenheit habe ich erklärt, daß ohne Kants praktische Vernunft* (der kategorische Imperativ) kein politisches oder intellektuelles Projekt sinnvoll ist, und daß die praktische Vernunft ohne den metaphysischen Logos, die Essenz alles Verständlichen oder Rationalen, im Universum nicht existieren kann.

Auch habe ich behauptet, daß jeder, der die praktische Vernunft in seinem Projekt unwissend oder absichtlich ablehnt oder ignoriert, unweigerlich innere Widersprüche, Inkohärenz, unlogische Sprünge und zuweilen völligen Unsinn produziert.

So ist es Darwin ergangen, und seine intellektuellen Kinder haben sich von diesem kategorischen Fehler nie erholt. Was die philosophischen Projekte von Denkern wie Hegel im Wesentlichen gerettet hat, ist, daß sie wußten, wie sich der Logos in der Geschichte auswirkt, und sich ihm unterworfen haben. Hegel selbst nannte dies „die List der Vernunft*“[1] Ich habe zahlreiche Artikel zu genau diesen Themen geschrieben[2], aber im Laufe der Jahre begann ich zu entdecken, daß einige Beobachter, darunter auch der verstorbene William L. Pierce*, nach und nach Opfer ihrer eigenen inkohärenten Ideologie geworden sind, und zwar in erster Linie deshalb, weil sie von der Prämisse ausgegangen sind, daß Moral in ihrem Unterfangen so gut wie keine Rolle spielt.

Die Bewegungen, die diese Menschen gegründet haben, scheitern nach wie vor kläglich, nicht weil sie nicht in der Lage gewesen wären, Menschen hervorzubringen, die das politische Klima verstehen, sondern weil ihre metaphysischen Prinzipien auf unüberbrückbaren Widersprüchen aufgebaut waren. Diese unüberbrückbaren Widersprüche haben ihre Vorläufer schließlich in den philosophischen und intellektuellen Tod getrieben.

So begann Pierce sein Buch Who We Are (eine Zusammenstellung von Essays und Meinungen, keine wissenschaftliche Abhandlung) beispielsweise mit den Worten: „Am Anfang war der Kosmos – und er ist und wird immer sein. Der Kosmos ist das Ganze, das Allumfassende.“[3]

Diese Aussage erklärt nichts und ist voll von logischen und philosophischen Fehlern. In der Tat widerspricht sie dem, was die moderne Wissenschaft heute selbst sagt. Die Aussage, daß das Universum „ist und immer sein wird“, ist eine eklatante Leugnung, daß das Universum einen Anfang hatte, und die unumstößliche Behauptung, daß „am Anfang der Kosmos war“, und die Aussage, daß der Kosmos „ist und immer sein wird“, ist widersprüchlich. Denn wenn der Kosmos „ist und immer sein wird“, ergibt die Behauptung, daß „im Anfang der Kosmos war“, keinerlei Sinn.

Offensichtlich war Pierce, der übrigens Assistenzprofessor für Physik an der Oregon State University war, nicht fähig, das nachzuholen, was die mathematischen Physiker zu seinen eigenen Lebzeiten sagten. Stephen Hawking und Roger Penrose räumten im Jahr 1996 selbst ein: „Fast jeder glaubt heutzutage, daß das Universum und die Zeit selbst mit dem Urknall begonnen haben.“[4]

In jüngerer Zeit hat der bekannte Kosmologe Alex Vilenkin* von der Tufts University erklärt: „Man sagt, ein Argument ist das, was vernünftige Menschen überzeugt, und ein Beweis ist das, was benötigt wird, um selbst unvernünftige Menschen zu überzeugen. Da der Beweis nun erbracht ist, können sich die Kosmologen nicht mehr hinter der Möglichkeit eines vergangenen, ewigen Universums verstecken. Es gibt kein Entkommen, sie müssen sich dem Problem eines kosmischen Anfangs stellen.“[5]

Viele Wissenschaftler waren über die Entdeckung verblüfft, daß das Universum zu einen Anfang hatte, denn sie wies eindeutig auf eine Schlußfolgerung hin, der sie ausgewichen waren. Sie zwang sie nicht nur dazu, ihre Theorien zu überdenken, sondern führte auch zu einer einfachen logischen Schlußfolgerung: Was immer zu existieren beginnt, hat eine Ursache. Da das Universum zu existieren begann, mußte es eine Ursache hierfür geben.

Wenn das Universum eine Ursache hat, dann kann diese Ursache nicht innerhalb des Universums liegen, denn das wäre ein Widerspruch. Dies zerstört offensichtlich den Pantheismus, der besagt, daß Gott und Natur ein und dasselbe sind. Wenn Gott und Natur ein und dasselbe sind, dann sind wir wieder bei einem scheinbar anfangslosen Universum. Das Traurige daran ist, daß William Pierce ein überzeugter Pantheist war und nicht erkennen konnte, daß dieses System selbst sowohl gegen die Wissenschaft als auch gegen die Logik verstößt.

Der Physiker Paul Davies stimmt zwar dem Umstand zu, daß die wissenschaftlichen Daten (vor allem aus seinen eigenen Interessensgebieten Mathematik, Physik und Astronomie) auf einen Anfang des Universums hindeuten, doch lehnt er die Schlußfolgerung des britischen Astronomen Sir Fred Hoyle auf eine „Superintelligenz“ ab, weil ihm, wie er selbst sagt, „der Gedanke an eine göttliche Bastelei nie gefallen hat“[6].

Da die Hypothese des ewigen Universums inzwischen weitgehend verworfen wurde, weil es ihr an wissenschaftlicher und logischer Stringenz mangelt, bleiben uns nur zwei mögliche Erklärungen: Entweder hat sich das Universum selbst erschaffen, was ein Widerspruch in sich ist, oder jemand anderes hat es getan.

Leider sind viele brillante Köpfe in eine Falle getappt, die ich als intellektuelle Perversität bezeichne. Der Philosoph Daniel Dennett erklärt in seinem Buch Breaking the Spell, daß sich das Universum „ex nihilo selbst erschafft“, und das ist seiner Meinung nach „der ultimative Bootstrapping-Trick*“[7].

Offen gesagt handelt es sich um einen Bootstrapping-Trick, und Dennett bleibt an diesem Trick hängen, weil er möchte, daß der Ursprung dieser „Selbsterschaffung“ „nicht wundersam“ ist – ohne jegliches übernatürliches Eingreifen.

Richard Dawkins hat etwas ganz Ähnliches gesagt. Auf die Frage „Wie ist Ihrer Meinung nach das Leben entstanden?“, antwortete er: „Der Ursprung des Lebens muss etwas sein, das sich selbst reproduziert. Wir wissen nicht, was es war, aber was immer es war, es war selbstreplizierend“. Als der Interviewer ihn bat, zu definieren, was er mit selbstreplizierend meinte, sagte Dawkins: „Es muß wachsen und sich dann teilen, damit es Tochtereinheiten wie sich selbst reproduziert.“[8]

Stephen Hawking stimmt in seinem jüngsten  Buch The Grand Design dieser Hypothese zu: „Weil es ein Gesetz der Schwerkraft gibt, kann und wird sich das Universum aus dem Nichts selbst erschaffen.“[9] Peter Adkins aus Oxford bekennt sich ebenfalls zu diesem Prinzip und nennt es den „Cosmic Bootstrap“. Für Adkins „erzeugt die Raumzeit ihren eigenen Staub im Prozess ihrer eigenen Selbstorganisation“[10].

Diese Ideen sind fadenscheinig, wenn man sie zu ihren logischen Schlußfolgerungen führt. Wie der Oxforder Mathematiker und Wissenschaftsphilosoph John C. Lennox in seiner Kritik an Hawkings Auffassung feststellt,

„Wenn wir sagen, daß ‚X Y erschafft‘, setzen wir voraus, daß X überhaupt erst einmal existiert, um Y ins Leben zu rufen. Das ist eine einfache Frage des Verständnisses, was die Worte „X schafft Y“ bedeuten. Wenn wir also sagen: „X erschafft Y“, setzen wir als Grundlage die Existenz von X voraus, um die Existenz von X zu begründen.

Das ist offensichtlich widersprüchlich und daher logisch inkohärent – selbst wenn wir X mit dem Universum gleichsetzen! Die Existenz des Universums vorauszusetzen, um seine eigene Existenz zu erklären, klingt wie etwas aus Alice im Wunderland, nicht wie Wissenschaft.“[11]

Das Argument der „Selbstreplikation“ ist für viele bedeutsam, weil es zeigt, wie weit manche Menschen bereit sind, Vernunft und Logik zu beugen, um ihre bereits bestehenden Überzeugungen zu rechtfertigen.

William Pierce war nicht frei von jener Irrationalität, die den Darwinismus durchdringt, den Michael Ruse jetzt selbst als „Religion“ bezeichnet hat.[12] Er stellte erneut folgende These auf: „Wir können insgesamt etwa 15 Milliarden Jahre zurückblicken, auf einen einzigartigen Zustand des Kosmos, als er als Ur-‚Atom‘ von unendlicher Temperatur und Dichte existiert hat“[13].

Piece kann sich also nicht auf das Atom berufen, um die Existenz des Umstands zu erklären, den er zu beweisen versucht. Das ist ein Zirkelschluß. Wie unser lieber Freund und scharfsinniger Autor E. Michael Jones im vergangenen Oktober sagte: „Zu sagen, daß sich Atome gebildet haben, ist das wissenschaftliche Äquivalent zu ‚Shit happens‘.“[14]

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Was wir hier sagen ist, daß William Pierce‘ Projekt nicht auf praktischem Verstand oder logischer Konsistenz beruht, sondern auf einer Ideologie, die ihn sowohl philosophisch als auch intellektuell gelähmt hat. Aus diesem Grund ist sein Buch Who We Are moralisch verwerflich und praktisch wertlos.

Wie E. Michael Jones wiederholt hervorgehoben hat, kann es einfach keinen Ethnos ohne Logos geben,[15] und Leute wie Pierce haben versucht, ein ideologisches Gebäude zu errichten, das keine Grundlage im metaphysischen Logos hat.

Da Pierce sein Projekt nicht auf den Logos gründete, geriet er schnell in den Bann der rassistischen Ideologie, die immer dann verlockend ist, wenn Menschen vom Zionismus und den jüdischen subversiven Bewegungen desillusioniert sind und sich gleichzeitig dem Darwinismus verschreiben, einem System, das mit der moralischen Ordnung oder der praktischen Vernunft wohl unvereinbar ist.

Pierce‘ Unfähigkeit, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind, war ziemlich enttäuschend, aber das war in gewisser Weise zu erwarten, da sein intellektueller Vater, Darwin, in seinem Projekt die objektive Moral ebenfalls absichtlich ignorierte.

Laut Darwin, so die Wissenschaftshistorikerin Janet Browne, „hat die natürliche Welt keine moralische Gültigkeit und keinen Zweck…“[16] Der Begriff der Moral war für Darwin wiederum relativ.[17] Es ging nicht darum, daß er die Moral nicht als lebendigen Teil des Menschen anerkennen konnte.[18] Nein, es ging darum, daß er den Logos metaphysisch ablehnte und rasch ein System erfand, das es ihm nicht erlaubt hat, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind.

Darwin begann dann sehr schnell, in innere Widersprüche und Ungereimtheiten abzugleiten.[19] „Zu einem zukünftigen Zeitpunkt“, schrieb er in Die Abstammung des Menschen, „der, gemessen an Jahrhunderten, nicht sehr weit entfernt ist, werden die zivilisierten Menschenrassen mit ziemlicher Sicherheit die wilden Rassen auf der ganzen Welt ausrotten und ersetzen.“[20]

Wenn Darwins „Überleben des Stärkeren“ wahr ist, tun die Zionisten dann nicht etwas Gutes, wenn sie das ausrotten, was sie als „die Wilden“ ansehen? Wenn man den „Stärksten“ anhand der „Überlebensfähigkeit“ bestimmen kann, dann müssen sich Leute wie William L. Pierce mit den moralischen Implikationen des Darwinismus auseinandersetzen, die, wie der darwinistische Philosoph James Rachels selbst feststellt, die Grundlagen der moralischen Werte und Pflichten in Frage stellen.[21] In ähnlicher Weise hat der bekannte Wissenschaftsphilosoph Michael Ruse nicht gezögert zu schreiben:

 

„Ich begrüße, daß jemand, der sagt ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘, denkt, daß er damit über sich selbst hinausweist… Für einen darwinistischen Evolutionisten ist es jedoch offensichtlich, daß ein solcher Bezug tatsächlich jeder Grundlage entbehrt. Moral ist nur ein Hilfsmittel zum Überleben und zur Fortpflanzung… ein flüchtiges Produkt des evolutionären Prozesses, genau wie andere Anpassungen. Sie hat keine darüber hinausgehende Existenz und kein darüber hinausgehendes Wesen, und jede tiefere Bedeutung ist illusorisch.“[22]

Der verstorbene Evolutionsbiologe William Provine von der Cornwell Universität fügte dem hinzu: „Lassen Sie mich meine Ansichten darüber zusammenfassen, was die moderne Evolutionsbiologie uns laut und deutlich sagt, und ich muss sagen, daß dies im Grunde Darwins Ansichten sind… Es gibt keine ultimative Grundlage für Ethik, keinen ultimativen Sinn im Leben und auch keinen freien Willen für Menschen.“

Lassen Sie es uns mit Darwins eigenen Worten sagen: „Die natürliche Welt hat keine moralische Berechtigung und keinen Zweck.“[23] Wenn Ruse und Provine recht haben, dann haben Leute wie Pierce Schwierigkeiten. Noch wichtiger ist, daß, wenn Darwin recht hat, Leute wie Pierce die Zionisten lieben sollten, gerade weil Darwin selbst voraussagte, daß „der Stärkere“ in einem immerwährenden Konflikt gewinnen wird. Aber weil er intellektuell blind war, wußte Pierce nicht, daß er Darwin indirekt dekonstruierte, indem er sagte:

„Obwohl der Kolonialismus seinerzeit einige Engländer sehr reich gemacht hatte, blieb am Ende nichts übrig außer Aberglauben und Verweichlichung. Und wegen dieses Aberglaubens und der Verweichlichung sind es jetzt die Indianer und die anderen eroberten Völker, die England kolonisieren, ohne daß die Engländer sich dagegen wehren.“[24]

Nun, sollte das für einen konsequenten Darwinisten ein Problem sein? Pierce und andere hätten G. K. Chesterton mehr Aufmerksamkeit schenken sollen, der energisch folgerte:

„Als Politiker wird [der neue Rebell] schreien, daß der Krieg eine Verschwendung von Leben ist, und dann, als Philosoph, daß alles Leben eine Verschwendung von Zeit ist. Ein russischer Pessimist wird einen Polizisten anprangern, weil er einen Bauern getötet hat, und dann mit den höchsten philosophischen Prinzipien beweisen, daß der Bauer sich selbst hätte töten sollen. . . .

Der Mann dieser Schule geht zuerst zu einer politischen Versammlung, wo er sich darüber beklagt, daß die Wilden wie Tiere behandelt werden; dann nimmt er seinen Hut und Schirm und geht zu einer wissenschaftlichen Versammlung, wo er beweist, daß sie praktisch Tiere sind.

„Kurzum ist der moderne Revolutionär, ein unendlicher Skeptiker, immer damit beschäftigt, seine eigenen Minen zu unterminieren. In seinem Buch über Politik greift er die Menschen an, weil sie die Moral mit Füßen treten; in seinem Buch über Ethik greift er die Moral an, weil sie die Menschen mit Füßen tritt. Deshalb ist der moderne Mensch in der Revolte für alle Zwecke der Revolte praktisch nutzlos geworden. Indem er gegen alles rebelliert, hat er sein Recht verloren, gegen irgend etwas zu rebellieren.“[25]

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Als im Jahr 1859 Die Entstehung der Arten veröffentlicht wurde, erkannte eine Zeitung in Manchester schnell, daß Darwin implizit die Idee vertrat, daß „Macht Recht ist“ und daß „jeder betrügerische Händler auch Recht hat“. Darwin widersprach dem, ohne dies ernsthaft zu begründen. Doch ein Jahr vor seinem Tod bewies Charles Darwin, daß seine Kritiker die ganze Zeit Recht hatten. Er sagte:

„Ich könnte beweisen, daß der Kampf gegen die natürliche Auslese mehr für den Fortschritt der Zivilisation getan hat und tut, als Sie zugeben wollen. Erinnern Sie sich, welches Risiko die europäischen Nationen vor nicht allzu vielen Jahrhunderten eingingen, von den Türken überwältigt zu werden, und wie lächerlich eine solche Vorstellung heute ist!

Die zivilisierteren sogenannten kaukasischen Rassen haben die türkische Höhle im Kampf ums Dasein besiegt. Wenn man die Welt in nicht allzu ferner Zukunft betrachtet, wird eine unendliche Anzahl der niederen Rassen von den höher zivilisierten Rassen auf der ganzen Welt ausgerottet worden sein.“[26]

Darwin erklärte am Ende seines Buches Origin of Species erneut: „So folgt aus dem Krieg der Natur, aus Hunger und Tod, unmittelbar der erhabenste Gegenstand, den wir uns vorstellen können, nämlich die Erzeugung höherer Tiere.“[27]

So knüpft, ob es Darwin und seinen intellektuellen Kindern nun gefällt oder nicht, der Sozialdarwinismus nahtlos an Darwins eigenes ideologisches Fundament an, und dieses bösartige Unterfangen hat in den 1920er und 30er Jahren sowohl in Europa als auch in Amerika Chaos angerichtet.[28]

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Sowohl Platon als auch Aristoteles haben die Ansicht vertreten, dass der Mensch in einem moralischen und umfassenden Universum lebt. Dieses Universum, so argumentierten sie, kann von rationalen Geschöpfen wie uns verstanden werden. Für sie führt die Rationalität unweigerlich zur praktischen Vernunft, und praktische Vernunft ist schlicht ein anderes Wort für Moral.

„Die sittliche Tugend“, sagt Aristoteles, „ist eine Charaktereigenschaft, die mit der Wahl zu tun hat“, also „praktisch“[29] „Die Wahl“, fährt Aristoteles fort, „kann nicht ohne Vernunft und Verstand oder ohne einen sittlichen Zustand existieren“[30].

Menschen, die „erkennen können, was gut für sie selbst und was gut für die Menschen im Allgemeinen ist“, besitzen etwas, das man „praktische Weisheit“[31] nennt. Diese praktische Weisheit „gibt Befehle, denn ihr Ziel ist, was getan oder nicht getan werden soll“[32] Weisheit, nicht nur einfaches Wissen, „muß einfach die vollendetste aller Formen des Wissens sein“[33].

Aristoteles betont immer wieder, daß „das Werk des Menschen nur in Übereinstimmung mit praktischer Weisheit wie auch mit moralischer Tugend vollbracht wird“[34] Mit anderen Worten: Wenn praktische Weisheit verboten ist, würde der Mensch schnell in Irrationalität und Widerspruch verfallen. Für Aristoteles „ist es nicht möglich, im strengen Sinne gut zu sein ohne praktische Weisheit, oder praktisch weise ohne moralische Tugend“[35].

Ohne praktische Weisheit oder praktische Vernunft, ohne Telos*, wird alles zum Chaos. Dieses Telos, kurz gesagt, ist es, was das Abendland in den letzten Jahrtausenden am Leben erhalten hat. Doch Darwin hat dieses Telos im 19. Jahrhundert in Frage gestellt und eine essentiell irrationale und bösartige Ideologie ins Leben gerufen, die ihre besten Verfechter noch immer intellektuell verkrüppelt.

Ohne Telos als Leitprinzip kommt es letztendlich zum Streit oder zum „Überleben des Stärkeren“, was übrigens eine Tautologie ist[36]. William Shakespeare schien dieses Prinzip verstanden zu haben. Er schrieb [in Troilus und Cressida, Erster Aufzug, 3. Szene]:

Tilg‘ Abstufung (oder Telos), verstimme diese Saite
Und höre dann den Mißklang! Alles träf‘
In offnem Widerstand. Empört dem Ufer
Erschwöllen die Gewässer übers Land,
Daß sich in Schlamm die feste Erde löste;
Nacht würde der Tyrann der blöden Schwäche,
Der rohe Sohn schlüg seinen Vater tot;
Kraft hieße Recht; nein, Recht und Unrecht, deren
Endlosen Streit Gerechtigkeit vermittelt,
Verlören wie Gerechtigkeit den Namen.
Dann löst sich alles auf nur in Gewalt,
Gewalt in Willkür, Willkür in Begier,
Und Begier, ein allgemeiner Wolf,
Zwiefältig stark durch Willkür und Gewalt,
Muß dann die Beute an sich reißen
Und sich zuletzt verschlingen.[37]

Das Telos, das logischerweise zur „praktischen Weisheit“ und unweigerlich zum Logos führt, ist das geistige Erbe des Abendlandes. Immanuel Kant griff dieses Thema auf und dehnte es philosophisch auf das moralische Universum aus. Kant argumentierte überzeugend, daß der Mensch ohne praktische Vernunft oder Moral nicht vernünftig und konsequent leben kann. Wie er es in seinen Grundlagen der Metaphysik der Sitten ausdrückte:

„Handle so, daß deine Maxime zu einem allgemeinen Gesetz werden kann.“[38]

Dieses moralische und universelle Gesetz, sagt Kant, ist, was Menschen als vernunftbegabte Wesen miteinander verbindet, und Grundlage dessen, wonach wir menschliches Handeln beurteilen können. Deswegen muß jedes System, das versucht dieses moralische Gesetz aufzugeben, falsch sein, insbesondere weil ein solches System zwangsläufig inkohärent und daher wertlos ist.
Umgekehrt ist ein intellektuelles Projekt ohne moralisches Gesetz kein wirklich ernsthaftes Projekt. Es ist eine Perversion desselben. Damit eine Handlung gut ist, so Kant weiter, „genügt es nicht, daß sie mit dem Sittengesetz übereinstimmt, sondern sie muß auch um des Sittengesetzes willen geschehen“[39].

Sowohl Shakespeare als auch Kant haben Darwins Projekt über den Haufen geworfen, weil es keine darwinsche Maxime gibt, die logischerweise zu einem universellen oder moralischen Gesetz werden kann. Wie wir bereits gesehen haben, hat Darwin ein universelles moralisches Gesetz geleugnet und schloß die Moral ausdrücklich von seinem intellektuellen Projekt aus. Dies führte ihn schließlich zu einer Weltanschauung, die philosophisch gesehen widersprüchlich und letztlich verwerflich ist.

Darwin konnte mit Kants Argumenten nichts anfangen, weil er, wie er selbst zugab, „keine Übung darin hatte, abstrakten und schwer verständlichen Überlegungen zu folgen“[40], was Darwin unweigerlich zu elementaren und kategorischen Irrtümern verleitet hat, wie etwa, daß Moral nicht „objektiv und universell“[41] sein kann.

Sobald Darwin die metaphysische Natur der Moral zu leugnen begann, so die Biographen Adrian Desmond und James Moore, begann er „einen erschreckenden Materialismus“ zu vertreten, wonach „der menschliche Verstand, die Moral und selbst der Glaube an Gott Artefakte des Gehirns sind…“[42].

In diesem Sinne glaubte Darwin, daß die Moral durch die Evolution geschaffen und nicht entdeckt worden ist.[43] Die „moralischen Fähigkeiten des Menschen“ sind nicht angeboren, sondern haben sich aus „sozialen Eigenschaften“[44] entwickelt.

Zu dieser Zeit begann Darwin damit irrationale Ideen als „Wissenschaft“ im Westen einzuführen. Laut dem Biologiehistoriker Peter J. Bowler

„hat Darwin versucht die Moral durch den Plan, daß unser instinktives Verhalten nur als Produkt natürlicher Prozesse zu verstehen sei, welche uns an eine bestimmte Lebensweise angepaßt haben, die auf der familiären Einheit als Mittel zur Kindererziehung beruht, als Bestandteil der Biologie verstanden zu wissen.“[45]

Darwins intellektuelle Zöglinge klammern sich bei der Erklärung der Moral nach wie vor an die Biologie, was ein philosophisch gehaltloses Unterfangen darstellt, das sie immer in einem intellektuellen Hokuspokus gefangen hält. Wenn alles, einschließlich der Moral, ein Artefakt des Gehirns ist, wenn unser Verhalten „von der Evolution in die Struktur unseres Gehirns instinktiv einprogrammiert und Moral lediglich die Rationalisierung dieser sozialen Instinkte ist“[47], dann gibt es überhaupt keine moralische Verantwortung.

Als Antwort auf Platons „notwendige Ideen“ von Gut und Böse sagte Darwin: „Betrachten Sie Affen als Beweis für die Präexistenz“.[48] Hier sehen wir immer wieder, dass Darwin im Wesentlichen Platon und Aristoteles dekonstruierte, und man kann logischerweise argumentieren, daß Darwins Abstammung des Menschen, die 1871 herauskam, den Westen in eine intellektuelle Finsternis oder einen ewigen Konflikt stürzte, der schließlich zur eugenischen Bewegung in Europa und Amerika geführt hat.

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Es ist also kein Zufall, daß Pierce als glühender Verfechter Darwins das moralische Problem nicht lösen konnte. Der Unterschied zwischen Friedrich Nietzsche und den intellektuellen Kindern Darwins besteht darin, daß Nietzsche verstanden hat, daß die Behauptung, etwas sei richtig oder falsch, nur Augenwischerei ist, sobald die Moral aus ihrer metaphysischen Matrix herausgelöst wird.[49]

Andere Metaphysiker wie Jean-Paul Sartre kamen zu ähnlichen Schlußfolgerungen[50]. Sartre erklärte sogar, daß es verrückt sei, moralische „Werte in einem verständlichen Himmel“ zu finden, sobald die Moral aus der Gleichung herausgenommen wird. Der Mensch ist demnach eine „nutzlose Leidenschaft“[51].

Sartre, der sich damit brüstete, in „Bordellen auf der ganzen Welt“[52] gewesen zu sein, fügte hinzu: „Nirgendwo steht geschrieben, daß das Gute existiert, daß wir ehrlich sein müssen oder nicht lügen dürfen, da wir uns hier auf einer Ebene befinden, die nur von Menschen geteilt wird“[53].

Interessant ist, daß Pierce Nietzsche zwar gelesen hat, aber nicht zu verstehen schien, was Nietzsche über die metaphysischen Implikationen der Ablehnung der Moral sagte. Noch einmal: Wenn wir Nietzsches Übermenschen ernst nehmen, dann haben der Zionismus oder die jüdischen subversiven Bewegungen recht, denn wir wissen nicht einmal, ob dieser Übermensch ein Zionist oder ein jüdischer Revolutionär ist. In der Tat stimmte Nietzsche mit Dostojewski darin überein, daß, wenn Gott tot ist, es mit der objektive Moral vorbei ist und die Wahrheit zur Lüge werden kann. Nietzsche sagte:

„Wahrhaftig zu sein bedeutet, die übliche Metapher zu verwenden – in moralischer Hinsicht: die Verpflichtung, nach einer festen Konvention zu lügen, gemeinschaftlich zu lügen, in einem Stil, der für alle verbindlich ist.“[54]

Laut E. Michael Jones infizierte sich Nietzsche absichtlich mit Syphilis in einer Art dämonischem Pakt.[55] Während eines Großteils seines Lebens hat Nietzsche versucht, die moralische Ordnung im Westen zu stürzen. Er mochte sogar Sokrates nicht, weil er ihn für einen ur-christlichen Philosophen hielt. Wie Jones es ausdrückt, „stellte Nietzsche Sokrates als den Bösewicht in der Kulturgeschichte des Westens dar“[56].

Nietzsches eigener Begriff, Umwertung aller Werte, war ein Konzept, das die moralischen Werte des Westens umstürzen wollte, und er hielt die Musik für das wichtigste Mittel, dies zu erreichen. Nietzsche ersetzte auch die moralische Ordnung durch den dionysischen Wahnsinn, den er in der Musik Richard Wagners, insbesondere in Tristan und Isolde, suchte. Wagners Bekenntnis zum Christentum führte zum Bruch zwischen den ehemaligen Freunden und Revolutionären.

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Interessanterweise war Nietzsche die Person, die einen ungeheuer starken Einfluß auf Pierce hatte. Pierce war famoserweise sogar der Meinung, daß die Menschen ihre Qualitäten „auf Werte Nietzsches Werte“ gründen können. Auf die Frage: „Welche Qualitäten stehen Ihrer Meinung nach ganz oben auf der Skala?“, antwortete er: „Weisheit ist die eine – Weisheit, die auf Objektivität beruht, die Fähigkeit, die Welt zu sehen, wie sie wirklich ist. Und dann ist da noch der Mut, nicht ängstlich oder feige zu sein. Selbstbeherrschung ist eine – in der Tat ist dies wahrscheinlich die wertvollste Eigenschaft, die ein Mensch haben kann.“[57]

Was wir hier sehen, ist, daß Pierce ein schäbiger und skrupelloser Denker war, und ich sage das nicht leichtfertig. Die Weltanschauung Nietzsches ist die Antithese zu allem, was der Westen repräsentiert, und Pierce versuchte, sein Gebäude auf der Grundlage dieser Weltanschauung zu errichten.

Nietzsches Ideen stammten von Arthur Schopenhauer, der seine Mutter hasste und an Syphilis erkrankte, vermutlich als eine Art Rache für ihre turbulente und unglückliche Beziehung. Die Syphilis hatte bereits Persönlichkeiten und Schriftsteller wie Schubert, Donizetti, Paganini, Manet, Baudelaire, Maupassant und andere[58] dahingerafft.

Schopenhauers Beziehung mit seiner Mutter hatte einen enormen Einfluß auf seine Philosophie, was er in seinem berühmten Werk Die Welt als Wille und Vorstellung zum Ausdruck brachte.

Welch ein Abstand ist doch zwischen unserm Anfang und unserm Ende! jener in dem Wahn der Begier und dem Entzücken der Wollust; dieses in der Zerstörung aller Organe und dem Moderdufte der Leichen.“[59] Schopenhauer betrachtete die Welt nicht als logozentrisch, sondern als bedeutungslose Leere, die manche Autoren als „vitalistische Irrationalität“ bezeichnet haben.

Praktisch alles ist eine Manifestation des reinen Willens, der kein ultimatives Telos in sich hat, aber das Potenzial, Dinge wie das Universum auf magische Weise zu schaffen. Einige Autoren haben argumentiert, daß „die Wurzeln von Schopenhauers Misanthropie und Pessimismus eher in den Traumata seiner Kindheit und Jugend als in seiner kantisch-buddhistischen Philosophie zu suchen sind, deren Schlußfolgerungen lediglich dazu dienten, seinen Pessimismus zu bestätigen“[60]. Dies scheint der Wahrheit zu entsprechen.

NIetzsche hat Schopenhauers Die Welt als Wille und Vorstellung im Jahr 1865 gelesen, was den frisch ernannten Professor enorm beeinflußt hat. Das Buch hat ihn dermaßen beeinflußt, daß Nietzsche es in seinem eigenen Buch Der Wille zur Macht erweitert hat. Hier kann Schopenhauers Ton erneut in Nietzsches eigener Philosophie wiedererkannt werden:

„Zum ersten Mal fühlte ich, daß der stärkste und höchste Wille zum Leben in einem einem elendigen Kampf ums Überleben keinen Ausdruck findet, sondern in einem Willen zum Krieg, einem Willen zur Macht, einem Willen zur Übermacht.“

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Die Logik ist hier ziemlich einfach: Nietzsche griff Sokrates und die moralische Ordnung an; Pierce liebt Nietzsche, und er befürwortete den weißen Nationalismus in Amerika. Wohin wollte Pierce seine Anhänger also wirklich führen? Könnte es sein, daß Pierce‘ weißer Nationalismus im Wesentlichen eine Erweiterung der Ideologie Nietzsches ist?

Wenn ja, könnte es sein, daß Pierce‘ Bewegung von einer teuflischen Weltanschauung infiziert wurde, die das moralische Gesetz und die Ordnung kategorisch ablehnt und durch „den Übermenschen“ ersetzen will? Wenn auch das plausibel ist, könnte es dann sein, daß Pierce‘ weißer Nationalismus metaphysisch zu Wahnsinn, Chaos und manchmal zum moralischen und geistigen Tod führt? Könnte es sein, daß Pierces weißer Nationalismus aus einer Weltanschauung heraus geboren wurde, die in einem dämonischen Pakt und aus einer sexuell übertragbaren Krankheit, der Syphilis, entstanden ist? Pierce hat nicht weniger als fünf Mal geheiratet, und ich frage mich, ob er versucht hat, aus diesem Unterfangen eine gewisse Objektivität oder den Übermenschen zu erschaffen.

Auf die Frage, was das Konzept des Übermenschen für ihn bedeute, hat Pierce geantwortet:

„Der Übermensch existiert noch nicht. Noch ist er nicht geboren. Aber er wird aus der Menschheit geboren werden. Er ist kein separates oder transzendentes Wesen. Es handelt sich also um eine evolutionäre Aufgabe, eine Aufgabe der Züchtung, die wahrscheinlich über einen langen Zeitraum hinweg erfüllt werden muß. Die Aufgabe der jetzt Lebenden ist es, die Erde für Übermenschen vorzubereiten, den Weg zu ebnen, diesem Prozeß zu dienen. Verstehen Sie, was ich damit sagen will?“[61]

Leute wie Pierce versuchen, ihren Kuchen zu behalten und ihn gleichzeitig zu zu essen: Moralische Ansprüche sind relativ, zirpen sie, jedoch ist es generell und ontologisch falsch für Zionisten und den Staat Israel unschuldige Männer, Frauen und Kinder im Nahen Osten abzuschlachten!

Kompletter Unsinn.

Walter Kaufmann, Nietzsches akribischster Biograph, sagte, daß Nietzsche „fühlte, daß mit dem Tod Gottes dem menschlichen Leben der völlige Bedeutungsverlust drohe.“[62].

Nietzsche betrachtet sich selbst prophetisch als Wahnsinnigen: Gott verloren zu haben, bedeutet Wahnsinn; und wenn die Menschheit entdecken wird, daß sie Gott verloren hat, wird der universelle Wahnsinn ausbrechen. Dieser apokalyptische Sinn für das, was kommen wird, hängt wie eine Gewitterwolke über Nietzsches Denken.“[63]

Pierce konnte Nietzsches metaphysische Deduktion hier nicht erkennen, weil er moralisch und intellektuell blind war. Nietzsche schien in Also sprach Zarathustra vorausgesehen zu haben, daß der Einzelne, wenn er den metaphysischen Logos tötet, beginnt, „rückwärts, seitwärts, vorwärts, in alle Richtungen“ zu stürzen und „wie durch ein unendliches Nichts“ zu irren.

Diese Aussage charakterisiert das Leben von William L. Pierce, und es ist wahrhaft traurig, daß einige seiner ergebenen Jünger noch heute nicht die moralische und intellektuelle Einsicht haben, zu erkennen, daß Pierce sie in „ein unendliches Nichts“ geführt hat.

Nietzsche, so Kaufman, „nannte sich selbst ‚den Antichristen'“[64], was für uns das Gegenteil des metaphysischen Logos bedeutet und was der heilige Athanasius als Satanismus bezeichnet hätte.[65] In gewissem Sinne folgten Pierce und seine Anhänger wissentlich oder unwissentlich einem bösartigen Prinzip, vor allem weil es von Nietzsches Antichristen übernommen worden war.

Wie Nietzsche erkannte auch Darwin schließlich, daß die Abschaffung des Christentums zu einem moralischen Chaos führen würde, „und ausgerechnet Thomas Henry Huxley, der in den ersten Londoner Schulrat gewählt wurde, hat sich nachdrücklich für den Religionsunterricht an staatlichen Schulen eingesetzt“[66].

Sowohl Darwin als auch Huxley lebten auf geliehenen Prinzipien, weil ihr eigenes System keinen moralischen Mechanismus besaß, um sich selbst zu erhalten. Das ist schon peinlich genug, aber Pierce war in noch schlimmerer Verfassung, weil er den Logos in all seinen Erscheinungsformen kategorisch geleugnet und angegriffen hat.


  • [1] Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Lectures on the Philosophy of World History (Cambridge: Cambridge University Press, 1975 and 1998), 35.
  • [3] William L. Pierce, Who We Are (Revisionist Books, 2014), Kindle edition.
  • [4] Stephen Hawking and Roger Penrose, The Nature of Space and Time (Princeton: Princeton University Press, 1996), 20. For further studies, see John D. Barrow and Frank J. Tipler, The Anthropic Cosmological Principle (New York: Oxford University Press, 1988); Martin Rees, Just Six Numbers: The Deep Forces That Shape The Universe (New York: Basic Books, 2000).
  • [5] Alex Vilenkin, Many Worlds in One: The Search for Other Universes (New York: Hill and Wang, 2006), 176.
  • [6] John Lennox, “Challenges from Science,” Ravi Zacharias, Beyond Opinion, 118.
  • [7] Daniel Dennett, Breaking the Spell: Religion as a Natural Phenomenon (New York: Penguin Books, 2006), 244.
  • [8] Nick Pollard, “The Simple Answer,” Third Way, April 1995, 16-19.
  • [9] Stephen Hawking and Leonard Mlodinow, The Grand Design (New York: Bantam Books, 2010), 180.
  • [10] P. W. Atkins, Creation Revisited (New York: W. H. Freeman & Company, 1993), 143.
  • [11] John Lennox, God and Stephen Hawking (London: Lion Books, 2011), Kindle edition.
  • [12] Michael Ruse, Darwinism as Religion: What Literature Tells Us About Evolution (New York: Oxford University Press, 2017).
  • [13] Pierce, Who We Are (Revisionist Books, 2014), Kindle edition.
  • [14] E. Michael Jones, “The Rise and Fall of the New Atheism,” Culture Wars, October 2017.
  • [15] E. Michael Jones, “Ethnos Needs Logos: or Why I spent three days in Guadalajara trying to convince David Duke to become a Catholic,” Culture Wars, June 2015.
  • [16] Janet Browne, Charles Darwin: The Power and Place (Princeton: Princeton University Press, 2002), 54.
  • [17] Ibid., 342.
  • [18] See for example Janet Browne, The Quotable Darwin (Princeton: Princeton University Press, 2018), 191.
  • [19] For further studies on this, see Gertrude Himmelfarb, Victorian Minds: A Study of Intellectuals in Crisis and Ideologies in Transition (Chicago: Ivan R. Dee, 1952 and 1968).
  • [20] Darwin, The Descent of Man, 112.
  • [21] James Rachels, Created from Animals: The Moral Implications of Darwinism (New York: Oxford University Press, 1990).
  • [22] Michael Ruse, The Darwinian Paradigm: Essays on its History, Philosophy, and Religious Implications (New York: Routledge, 1989), 268-269.
  • [23] Quoted in Janet Browne, Charles Darwin: A Biography, vol. 2 (Princeton: Princeton University Press, 2002), 54.
  • [24] Pierce, Who We Are, Kindle edition.
  • [25] G. K. Chesterton, Orthodoxy (London: Hodder & Stoughton, 1996), 52-53.
  • [26] Quoted in Himmelfarb, Victorian Minds, 319.
  • [27] Charles Darwin, On the Origin of Species (Cambridge: Cambridge University Press, 2009), 429.
  • [28] For further study on this, see for example Richard A. Soloway, Demography and Degeneration: Eugenics and the Decline of Birthrate in Twentieth-Century Britain (Chapel Hill: University of North Carolina Press, 1990); Robert C. Bannister, Social Darwinism: Science and Myth in Anglo-American Social Thought (Philadelphia: Temple University Press, 1979); Paul A. Lombardo, ed., A Century of Eugenics in America (Bloomington: Indiana University Press, 2011); Three Generations, No Imbeciles: Eugenics, the Supreme Court, and Buck v. Bell (Baltimore: Johns Hopkins University Press, 2008); Nancy Ordover, American Eugenics: Race, Queer Anatomy, and the Science of Nationalism (Minneapolis: University of Minnesota Press, 2003); Edward J. Larson, Sex, Race, and Science: Eugenics in the Deep South (Baltimore: Johns Hopkins University Press, 1995); Daniel J. Kevles, In the Name of Eugenics: Genetics and the Uses of Human Heredity (Cambridge: Harvard University Press, 1998); Alison Bashford and Philippa Levine, eds., The Oxford Handbook of the History of Eugenics (New York: Oxford University Press, 2010); Gunnar Broberg and Nils Roll-Hansen, Eugenics and the Welfare State: Norway, Sweden, Denmark, and Finland (East Lansing: Michigan State University, 2005); Mike Hawkins, Social Darwinism in European and American Thought, 1860-1945: Nature as Model and Nature as Threat (Cambridge: Cambridge University Press, 1997);. Peter Dickens, Social Darwinism (Buckingham: Open University Press, 2000).
  • [29] Aristotle, The Nicomachean Ethics (New York: Oxford University Press, 2009), 103.
  • [30] Ibid.
  • [31] Ibid., 106.
  • [32] Ibid., 112.
  • [33] Ibid., 106.
  • [34] Ibid., 115.
  • [35] Ibid., 117.
  • [36] Here is how it goes. How did it survive? Well, because it is the fittest. How do you know it is the fittest? Because it survived! People like Michael Shermer try to circumvent that tautology by saying that “Sometimes tautologies are the beginning of science, but they are never the end. Gravity can be tautological, but its reference is justified by the way this theory allows scientists to accurately predict physical effects and phenomena.” Michael Shermer, Why People Believe Weird Things (New York: Henry Holt & Company, 1997), 143. Perhaps chemist and Nobel Prize winner Manfred Eigen would have had a good laugh about those guys trying to circumvent what one ought to call a square circle. Eigen wrote: “One day my Japanese colleague and friend, Motoo Kimura, came to me and asked me [a] question. He said, as I remember, ‘Manfred, shouldn’t we reformulate the Darwinian principle as ‘the survival of the luckiest’?  My answer was: ‘Yes, Motoo, we may do so; but then we have to add that the ‘luckiest’ always has to be a member of the very elite club of the fittest.’” Manfred Eigen, From Strange Simplicity to Complex Familiarity: A Treatise on Matter, Information, Life and Thought (New York: Oxford University Press, 2013), 195.
  • [37] Quoted in E. Michael Jones, Barren Metal: A History of Capitalism as the Conflict Between Labor and Usury (South Bend: Fidelity Press, 2014), 489-490.
  • [38] Immanuel Kant, Foundations of the Metaphysics of Morals (Indianapolis: Bobbs-Merrill, 1959), 39.
  • [39] Immanuel Kant, Groundwork for the Metaphysics of Morals (New York: Torchbooks, 1964), 390.
  • [40] Browne, Charles Darwin, 392.
  • [41] Ibid.
  • [42] Adrian Desmond and James Moore, Darwin: The Life of a Tormented Evolutionist (New York: W. W. Norton, 1991), xvii.
  • [43] For further studies on this, see Peter J. Bowler and David Knight, Charles Darwin: The Man and His Influence (Cambridge: Cambridge University Press, 1996), 183-184.
  • [44] Charles Darwin, The Descent of Man (Princeton: Princeton University Press, 1981), 162.
  • [45] Bowler and Knight, Charles Darwin, 183-184.
  • [46] See for example Frans de Waal and Stephen Macedo, Primates and Philosophers: How Morality Evolved (Princeton: Princeton University Press, 2006); Daniel Dennett, Freedom Evolves (New York: Penguin Books, 2003).
  • [47] Bowler and Knight, Charles Darwin, 85.
  • [48] Adrian Desmond, James Moore, and Janet Browne, Charles Darwin (New York: Oxford University Press, 2007), 38.
  • [49] Friedrich Nietzsche, The Portable Nietzsche (New York: Penguin Books, 1976), 515–6; see also Will Durant, The Story of Philosophy (New York: Simon & Schuster, 1926 and 1961), 401-402.
  • [50] Jean-Paul Sartre, Existentialism and Human Emotion (New York: Kensington Publishing, 1985), 18-21.
  • [51] Jean-Paul Sartre, Being and Nothingness (New York: Philosophical Library, 1956), 615.
  • [52] See Paul Johnson, Intellectuals: From Marx and Tolstoy to Sartre and Chomsky (New York: HarperCollins, 1987), chapter 9.
  • [53]  Sartre, Existentialism and Human Emotions, 22.
  • [54] Friedrich Nietzsche, The Portable Nietzsche (New York: Penguin, 1954 and 1982), 47.
  • [55] E. Michael Jones, Dionysos Rising: The Birth of Cultural Revolution Out of the Spirit of Music (San Francisco: Ignatius Press, 1994), chapter 2.
  • [56] Ibid., 58.
  • [57] Griffin, Dead’s Man Deeds, 58.
  • [58] See Nigel Rodgers and Mel Thompson, Philosophers Behaving Badly (London & Chicago: Peter owen Publishers, 2004), 69.
  • [59] Arthur Schopenhauer, Essays on Aphorisms (New York: Penguin, 1970), 51-53.
  • [60] Rodgers and Thompson, Philosophers Behaving Badly, 49.
  • [61] Robert S. Griffin, The Fame of a Dead Man’s Deeds An Up-Close Portrait of White Nationalist William Pierce (Bloomington: 1st Book Library, 2001), 58.
  • [62] Walter A. Kaufmann, Nietzsche: Philosopher, Psychologist, Antichrist (Princeton: Princeton University Press, 1974), 101.
  • [63] Ibid., 97.
  • [64] Kaufmann, Nietzsche, 102.
  • [65] See E. Michael Jones, “The Great Satan and Me: Reflections on Iran and Postmodernism’s Faustian Pact,” Culture Wars, July/August 2015.
  • [66] Ruse, Darwinism as Religion, Kindle edition.

 

Jonas E. Alexis has degrees in mathematics and philosophy. He studied education at the graduate level. His main interests include U.S. foreign policy, the history of the Israel/Palestine conflict, and the history of ideas. He is the author of the new book Zionism vs. the West: How Talmudic Ideology is Undermining Western Culture. He teaches mathematics in South Korea.

Quelle: https://www.veteranstoday.com/…

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1 Antwort zu “Das elende Scheitern des Weißen Nationalisten William L. Pierce”

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